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Rollstühle mit Hub-/Hebevorrichtung im Hilfsmittelverzeichnis (18.99.06)

Einordnung, Kostenträger und Abgrenzung zur Pflegebox.

  • Stand: 09/2026
  • Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
  • 4 Min. Lesezeit

Transparenz: Unsere Betreiberin bietet selbst eine Pflegebox an. Was das für diese Seite bedeutet

Kurze Antwort

Zuständig ist hier die Krankenversicherung. Rollstühle mit Hub-/Hebevorrichtung fällt unter § 33 SGB V und damit in einen anderen Leistungsbereich als die monatliche Pflegebox.

18.99.06Ebene 3 · Untergruppe

Position im Hilfsmittelverzeichnis

Bezeichnung
Rollstühle mit Hub-/Hebevorrichtung
Produktgruppe
18 Kranken-/ Behindertenfahrzeuge
Kostenträger
Krankenkasse (§ 33 SGB V)
Teil der 42 Euro
nein

Im amtlichen Hilfsmittelverzeichnis findet sich Rollstühle mit Hub-/Hebevorrichtung an Position 18.99.06. Diese Seite macht daraus eine Antwort in Alltagssprache.

Inhalt dieser Seite6 Abschnitte
  1. Einordnung im Verzeichnis
  2. Produktarten in dieser Position
  3. Was neben Rollstühle mit Hub-/Hebevorrichtung im Verzeichnis steht
  4. Direkt nachschlagen
  5. Wichtige Abgrenzung
  6. Weiterlesen

Einordnung im Verzeichnis

Die Nummer 18.99.06 liest sich von links nach rechts: 18 ist die Produktgruppe, 99 der Anwendungsort, 06 die Untergruppe. Je weiter rechts eine Ziffer steht, desto konkreter wird das Produkt.

Die Produktgruppe lautet 18 Kranken-/ Behindertenfahrzeuge. Hinter der Nummerierung steht das Ziel, jedes Produkt eindeutig auffindbar zu machen. Welche Firma es herstellt oder liefert, spielt für die Einordnung keine Rolle.

Produktarten in dieser Position

Produktarten unter 18.99.06
18.99.06.1Elektrorollstühle mit motorisch betriebener Hubvorrichtung
18.99.06.2Greifreifenrollstühle mit manuell betriebener Hubvorrichtung
18.99.06.3Greifreifenrollstühle mit motorisch betriebener Hubvorrichtung
18.99.06.5Elektrorollstühle mit motorisch betriebener Hubvorrichtung, verstärkte Ausführung
18.99.06.6Schwerlastelektrorollstühle mit motorisch betriebener Hubvorrichtung

Was neben Rollstühle mit Hub-/Hebevorrichtung im Verzeichnis steht

Auf derselben Gliederungsebene wie Rollstühle mit Hub-/Hebevorrichtung führt das Verzeichnis unter anderem:

18.99.09 NN- Rollstuhlräder. Sie ist eigenständig gelistet und wird deshalb auch eigenständig beantragt.

18.99.10 Rollstuhlmobile. Wer zwischen beiden schwankt, findet die Abgrenzung in der jeweiligen Produktbeschreibung des Verzeichnisses.

18.99.11 Rollstuhlzug-/Rollstuhlschiebehilfen, dauerhaft montiert. Sie steht gleichrangig daneben und unterscheidet sich im Anwendungszweck, nicht in der Systematik.

18.99.12 elektromotorische Rollstuhlzusatzantriebe. Wer zwischen beiden schwankt, findet die Abgrenzung in der jeweiligen Produktbeschreibung des Verzeichnisses.

18.99.13 Zubehör und Ergänzungen für Rollstühle Smarte-Rollstuhlsteuerungen. Sie steht gleichrangig daneben und unterscheidet sich im Anwendungszweck, nicht in der Systematik.

18.99.99 Abrechnungspositionen. Für die Kostenträgerfrage gilt hier dasselbe wie für die betrachtete Position.

Direkt nachschlagen

Wichtige Abgrenzung

Diese Doppelstruktur ist historisch gewachsen. Für Versicherte bedeutet sie vor allem eines: Vor dem Antrag lohnt der Blick auf die Produktgruppe.

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Die Formulierung des Gesetzes ist präziser, als sie auf den ersten Blick wirkt. Es steht dort nicht, dass Versicherten 42 Euro zustehen, sondern dass die Aufwendungen der Pflegekassen diesen Betrag nicht übersteigen dürfen. Das ist der Grund, warum sich der Betrag nicht auszahlen lässt und warum die Kostenerstattung an Belege gebunden ist.

Auch Einweg-Bettwäsche und Einmalwaschlappen sind nicht automatisch erfasst. Ob ein solches Produkt einer Produktart der Gruppe 54 zugeordnet ist, lässt sich nur am Verzeichnis prüfen. Die Bezeichnung des Herstellers sagt darüber nichts aus, weil sie frei gewählt werden kann.

Wer zwischen zwei Packungsgrößen schwankt, nimmt im Zweifel die größere. Angebrochen wird ohnehin alles, Verbrauchsmaterial verdirbt nicht im Monatsrhythmus, und die Obergrenze beginnt am Monatsersten ohnehin wieder von vorn. Ein Vorrat im Schrank ist in der häuslichen Pflege eher ein Vorteil als ein Problem.

Wer in einem Monat mehr braucht als die Obergrenze hergibt, kann den Rest privat dazukaufen. Das ist zuläßig und ändert nichts am Anspruch für den Folgemonat. Sinnvoll ist es, die Kasse darüber nicht im Unklaren zu lassen, damit die Abrechnung sauber getrennt bleibt.

Wer gleich mehrere Leistungen prüft, sollte sich eine einfache Liste anlegen: Was beantragt, wann, bei wem, mit welchem Ergebnis. Vier Spalten genügen. Nach einigen Monaten ist das die einzige verlässliche Übersicht, weil Bescheide verstreut ankommen und Gespräche in Erinnerung verblassen.

Die Bearbeitung läuft bei den meisten Kassen ohne Rückfrage, wenn der Antrag vollständig ist. Kommt doch eine Nachfrage, betrifft sie fast immer den Pflegeort oder die Pflegeperson. Wer diese beiden Angaben von vornherein eindeutig formuliert, erspart sich die Schleife.

Auffällig ist auch, dass der Anspruch bei Menschen mit hohem Pflegegrad seltener übersehen wird als bei niedrigem. Das liegt nicht an den Regeln, sondern am Kontakt zum System: Wer einen Pflegedienst hat, wird eher darauf hingewiesen. Wer allein von Angehörigen versorgt wird, hat diesen Kanal nicht, und genau dort wäre die Entlastung am direktesten spürbar.

Nicht abgerufene Monate verfallen, unabhängig von der Reformdebatte. Der Kabinettsentwurf vom 30.09.2026 ändert am Anspruch für 2026 nichts; erst ein beschlossenes und verkündetes Gesetz würde das tun. Geplant ist im Entwurf der 1. Januar 2027.

Wenn mehrere Personen pflegen, lohnt eine gemeinsame Ablage mit festen Plätzen. Verbrauchsmaterial, das jede Woche woanders liegt, wird doppelt gekauft und trotzdem nicht gefunden. Eine Kiste am Pflegeort mit den drei meistgenutzten Artikeln löst dieses Problem zuverläßiger als jede Optimierung der Bestellmenge.

Praktisch hilft eine einfache Frage: Wird der Gegenstand benutzt und ist danach weg, oder bleibt er? Ist er weg, spricht viel für die Produktgruppe 54 und damit für die Pflegekasse. Bleibt er, ist er entweder ein technisches Pflegehilfsmittel oder ein Hilfsmittel der Krankenversicherung. Die endgültige Zuordnung trifft das Verzeichnis.

Keine Rolle spielt der Preis eines einzelnen Produkts. Es gibt keine Obergrenze je Artikel, sondern nur die Monatsgrenze insgesamt. Wer ein teureres Produkt bevorzugt, kann es wählen, hat dann aber entsprechend weniger Spielraum für die übrigen Positionen im selben Monat.

Verbindliche Stelle

  1. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands
  2. § 33 SGB V (Hilfsmittel)
  3. § 139 SGB V (Hilfsmittelverzeichnis)

So arbeiten wir mit Quellen

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Stand 09/2026. Diese Seite gehört zur Einfach zum Angebot GmbH und ist damit kein neutraler Vergleich. Die Rechtsangaben stammen unverändert aus dem Gesetzestext.

Fachlich verantwortlich

Julian Weber

Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.

Wirtschaftliches Interesse: Die Einfach zum Angebot GmbH verdient an Pflegeboxen, die über den Shop zustande kommen. Rechtsangaben stammen deshalb ausschließlich aus dem Gesetzestext, Daten aus amtlichen Quellen. Unsere Redaktionsrichtlinien