Bettschutzeinlagen: Größen, Saugkraft und wer sie bezahlt
Bettschutzeinlagen sind saugende Unterlagen, die Matratze und Bettwäsche vor Nässe schützen. Als Einwegprodukt gehören sie zur Pflegebox, die die Pflegekasse bis 42 Euro im Monat bezahlt. Hier steht, welche Größen es gibt, was eine Einlage aufnehmen muss und wann eine andere Kasse zuständig ist.
- Quellen geprüft:
- Aktualisiert am
- Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
- 6 Min. Lesezeit
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Produktdaten
- Gebinde
- 25 Stück
- Hilfsmittelnummer
- 54.45.01.0
- Produktart
- Saugende Bettschutzeinlagen, Einmalgebrauch, verschiedene Größen
- Teil der 42 Euro
- ja
- Eigenanteil
- 0 Euro bis 42 Euro im Monat
Das Wichtigste in Kürze
- Einweg-Bettschutzeinlagen sind im Hilfsmittelverzeichnis die Produktart 54.45.01.0. Sie bestehen aus Zellstoff, einer Vliesschicht oben und einer flüssigkeitsdichten Unterseite.
- Für die Pflegekasse muss eine Einlage mindestens 40 × 60 cm groß sein und 624 ml je Quadratmeter aufnehmen, also 150 ml bei 40 × 60 cm, 225 ml bei 60 × 60 cm und 337 ml bei 60 × 90 cm.
- Waschbare Einlagen sind keine Verbrauchsprodukte. Sie laufen als Pflegehilfsmittel 51.40.01.4 mit Zuzahlung oder auf Rezept über die Krankenkasse.
- Mit Pflegegrad und Pflege zu Hause zahlt die Pflegekasse Einweg-Einlagen bis 42 Euro im Monat (§ 40 Abs. 2 SGB XI), ohne Rezept und ohne Zuzahlung.
Ab Pflegegrad 1 trägt die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat.
Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)Angebot der Einfach zum Angebot GmbH, die diese Seite betreibt.
Inhalt dieser Seite11 Abschnitte
- Was eine Bettschutzeinlage ist
- Größen und Saugleistung: was die Pflegekasse verlangt
- Einweg oder waschbar: zwei verschiedene Leistungen
- Richtig unterlegen und wechseln
- Bettschutzeinlagen über die Pflegebox
- Wofür es in der häuslichen Pflege gebraucht wird
- Warum Sie dafür nichts zahlen
- Im Hilfsmittelverzeichnis
- Was oft gefragt wird
- Weiterlesen
Was eine Bettschutzeinlage ist
Eine Bettschutzeinlage, auch Krankenunterlage oder Betteinlage genannt, ist ein flaches Saugkissen, das unter die pflegebedürftige Person auf das Laken gelegt wird. Das Hilfsmittelverzeichnis beschreibt die Einwegvariante so: Sie ist mit Zellstoff, Zellulosefasern oder Zelluloseflocken gefüllt, oben liegt eine Vliesschicht, unten ein flüssigkeitsundurchlässiges Material. Sie schützt die Person, die Matratze und die Bettwäsche vor Verschmutzung.
Laut Verzeichnis ist sie vor allem bei der Körperpflege im Bett und beim Einsatz von Steckbecken oder Urinflasche nützlich. Die Bettwäsche muss dann seltener gewaschen werden, und die Pflege wird leichter. Bettschutzeinlagen liegen unter der Person; Inkontinenzvorlagen und -hosen, die am Körper getragen werden, sind etwas anderes und laufen über die Krankenkasse.
Größen und Saugleistung: was die Pflegekasse verlangt
Für die Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis muss eine Einweg-Einlage geprüfte Mindestwerte erreichen. Die Fortschreibung der Produktgruppe 54 nennt eine Mindestgröße von 40 × 60 cm und ein Mindestsaugvolumen von 624 ml je Quadratmeter. Dazu kommen ein Rücknässeschutz durch die Vliesschicht, eine flüssigkeitsdichte Unterseite und verbundene Ränder.
Welche Größe passt, hängt vom Einsatz ab. Für das Unterlegen beim Waschen oder unter dem Gesäß reicht oft 40 × 60 cm. Bei unruhigem Schlaf oder größeren Mengen bietet 60 × 90 cm mehr Reserve. Die Saugmenge gilt pro Einlage; ist sie erreicht, wird gewechselt.
| Format | Fläche | Mindest-Saugvolumen |
|---|---|---|
| 40 × 60 cm | 0,24 m² | 150 ml |
| 60 × 60 cm | 0,36 m² | 225 ml |
| 60 × 90 cm | 0,54 m² | 337 ml |
| anderes Format | je m² | 624 ml |

Inhalt der Grafik als Text
40 × 60 cm: mindestens 150 ml. 60 × 60 cm: mindestens 225 ml. 60 × 90 cm: mindestens 337 ml. Andere Formate müssen 624 ml je Quadratmeter erreichen (Produktgruppe 54, Fortschreibung 19.03.2025).
Einweg oder waschbar: zwei verschiedene Leistungen
Waschbare Bettschutzeinlagen gibt es auch, aber sie sind kein Verbrauchsprodukt. Das Hilfsmittelverzeichnis führt sie als eigene Produktart 51.40.01.4 in der Gruppe der Pflegehilfsmittel zur Körperpflege. Für solche Pflegehilfsmittel zahlen Erwachsene zehn Prozent zu, höchstens 25 Euro je Hilfsmittel (§ 40 Abs. 3 SGB XI). Sie werden einzeln beantragt und zählen nicht zu den 42 Euro.
Eine dritte Möglichkeit ist die Krankenkasse. Die Produktgruppe 19 „Krankenpflegeartikel“ enthält Bettschutzeinlagen für bettlägerige Versicherte, etwa bei Inkontinenz oder nässenden Wunden, wenn andere Maßnahmen die Haut nicht ausreichend schützen. Dafür ist eine ärztliche Verordnung nötig. Die Systematik steht unter Bettschutzeinlagen 19.40.05.
| Variante | Kostenträger | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Einweg (54.45.01.0) | Pflegekasse, bis 42 € im Monat | Pflegegrad, Pflege zu Hause, kein Rezept |
| waschbar (51.40.01.4) | Pflegekasse, 10 % Zuzahlung, max. 25 € | Pflegegrad, Antrag |
| Einweg oder waschbar (19.40.05) | Krankenkasse | ärztliche Verordnung, Bettlägerigkeit mit Haut-/Gewebeschutz-Bedarf |
Richtig unterlegen und wechseln
Eine Einlage schützt nur, wenn sie glatt und an der richtigen Stelle liegt. Mit zwei Personen geht das Unterlegen leichter, es klappt aber auch allein über die Seitenlage.
- VorbereitenEinmalhandschuhe anziehen, neue Einlage bereitlegen.
- SeitenlageDie Person zur Seite drehen, die halb aufgerollte Einlage mit der Vliesseite nach oben bis an den Rücken schieben.
- AusrollenPerson über die Rolle auf die andere Seite drehen und die Einlage glatt ausrollen.
- AusrichtenDie Einlage soll unter Gesäß und Hüfte liegen und keine Falten werfen.
- WechselnFeuchte Einlage zur Mitte einrollen, entnehmen, im Restmüll entsorgen und die Hände desinfizieren.
Bettschutzeinlagen über die Pflegebox
Mit anerkanntem Pflegegrad und Pflege zu Hause bekommen Sie Einweg-Einlagen ohne Rezept über die Pflegekasse. Sie zahlt höchstens 42 Euro im Monat für alle Verbrauchsprodukte zusammen (§ 40 Abs. 2 SGB XI), eine Zuzahlung fällt nicht an. Was nicht genutzt wird, verfällt am Monatsende.
Ein Rechenbeispiel: Eine Packung enthält 25 Einlagen. Werden täglich zwei gebraucht, sind das 60 im Monat, also knapp zweieinhalb Packungen. Bei höherem Bedarf, etwa bei Inkontinenz, lohnt die Frage an die Arztpraxis nach einer Verordnung über die Krankenkasse; dann bleiben die 42 Euro für Handschuhe und Desinfektion. Wie Sie das Budget verteilen, zeigt Pflegebox sinnvoll zusammenstellen.
Wofür es in der häuslichen Pflege gebraucht wird
Der eigentliche Nutzen liegt weniger im Schutz der Matratze als in der Entlastung der Pflegeperson. Wer nachts nicht komplett neu beziehen muss, schläft länger durch, und das wirkt sich auf alles andere aus.
Die Position im Verzeichnis lautet 54.45.01 für saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch.
Warum Sie dafür nichts zahlen
Die häufigste Frage zu Verbrauchsmaterial lautet, warum man es kaufen soll, wenn es die Pflegekasse ohnehin trägt. Die Antwort ist: Man kauft es nicht. Solange die monatliche Zusammenstellung 42 Euro nicht überschreitet, rechnet der Lieferant direkt mit der Pflegekasse ab.
Erfüllt sein müssen ein Pflegegrad ab Stufe 1 und die häusliche Pflege. Ob direkt abgerechnet oder gegen Beleg erstattet wird, ist eine Frage der Bequemlichkeit, nicht des Anspruchs.
Ansparen funktioniert nicht: Die Obergrenze gilt je Kalendermonat und beginnt am Monatsersten wieder bei null.
Bettschutz in die Pflegebox aufnehmen
Zusammenstellen, einmal unterschreiben, monatlich geliefert bekommen. Bis 42 Euro trägt die Pflegekasse.
Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)Innerhalb der Obergrenze von 42 Euro zahlen Sie nichts. Ob ein Anspruch im Einzelfall besteht, entscheidet Ihre Pflegekasse.
Im Hilfsmittelverzeichnis
Was oft gefragt wird
Was ist eine Bettschutzeinlage?
Ein saugendes Kissen mit Vlies oben, Saugkern aus Zellstoff und flüssigkeitsdichter Unterseite. Es liegt unter der pflegebedürftigen Person und schützt Person, Matratze und Bettwäsche vor Nässe und Verschmutzung.
Wie groß sind Bettschutzeinlagen?
Üblich sind 40 × 60 cm, 60 × 60 cm und 60 × 90 cm. Für die Pflegebox verlangt das Hilfsmittelverzeichnis mindestens 40 × 60 cm und ein Saugvolumen von 624 ml je Quadratmeter, also zum Beispiel 337 ml bei 60 × 90 cm.
Wer zahlt Bettschutzeinlagen?
Einweg-Einlagen zahlt die Pflegekasse mit Pflegegrad im Rahmen von 42 Euro im Monat. Waschbare Einlagen sind ein Pflegehilfsmittel mit 10 % Zuzahlung, höchstens 25 Euro. Bei bettlägerigen Versicherten mit Inkontinenz oder nässenden Wunden kann die Krankenkasse auf ärztliche Verordnung zahlen.
Kann man Betteinlagen waschen?
Nur waschbare Einlagen. Einweg-Bettschutzeinlagen sind zum einmaligen Gebrauch bestimmt und werden nach Gebrauch entsorgt. Waschbare Einlagen sind eine eigene Produktart im Hilfsmittelverzeichnis und laufen nicht über die 42 Euro.
Sind Bettschutzeinlagen Inkontinenzmaterial?
Nein. Bettschutzeinlagen liegen unter der Person und schützen das Bett. Inkontinenzvorlagen und -hosen werden am Körper getragen und laufen auf Rezept über die Krankenkasse, nicht über die Pflegebox.
Verbindliche Stelle
- § 40 Abs. 2 SGB XI
- Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands
- § 33 SGB V (Hilfsmittel)
- § 14 SGB XI (Begriff der Pflegebedürftigkeit)
- § 15 SGB XI (Pflegegrade)
- GKV-Spitzenverband: Fortschreibung der Produktgruppe 54 „Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel“ vom 19.03.2025, PDF (abgerufen 09.10.2026)
- GKV-Spitzenverband, Hilfsmittelverzeichnis: Produktart 54.45.01.0 Saugende Bettschutzeinlagen, Einmalgebrauch (abgerufen 09.10.2026)
- GKV-Spitzenverband, Hilfsmittelverzeichnis: Produktart 51.40.01.4 Saugende Bettschutzeinlagen, wiederverwendbar (abgerufen 09.10.2026)
- GKV-Spitzenverband, Hilfsmittelverzeichnis: Produktart 19.40.05.3 Saugende Bettschutzeinlagen, Einmalgebrauch, Krankenkasse (abgerufen 09.10.2026)
- Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), Gesetzentwurf Kabinett 30.09.2026
- Bettschutzeinlagen 19.40.05 (Krankenkasse)
- Saugende Bettschutzeinlagen 54.45.01 (Pflegekasse)
- Bettschutzeinlage: Begriff im Glossar
- Inkontinenz: Begriff und Kostenträger
- Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel: die Abgrenzung
- Pflegebox sinnvoll zusammenstellen
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Redaktioneller Stand: 09/2026. Diese Seite informiert, sie entscheidet nicht. Das tut ausschließlich die zuständige Pflegekasse.
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Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.
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