Pflegebox-Inhalt: Was drin ist, was nicht und wie Sie die 42 Euro aufteilen
Eine Pflegebox enthält nur Produkte aus acht Produktarten der Produktgruppe 54: Einmalhandschuhe, Fingerlinge, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, Schutzschürzen, Schutzservietten, medizinische Masken und FFP2-Masken. Die Pflegekasse zahlt dafür bis zu 42 Euro im Monat. Die Zusammenstellung richtet sich nach dem Bedarf.
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- Aktualisiert am
- Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
- 12 Min. Lesezeit
Transparenz: Unsere Betreiberin bietet selbst eine Pflegebox an. Was das für diese Seite bedeutet
Das Wichtigste in Kürze
- In die Pflegebox gehören nur die acht Produktarten der Produktgruppe 54 im Pflegehilfsmittelverzeichnis. Die Pflegekasse zahlt dafür bis zu 42 Euro im Monat (§ 40 Abs. 2 SGB XI).
- Cremes, Duschgel, Shampoo, Waschlotionen und Inkontinenzvorlagen gehören nicht hinein. Inkontinenzmaterial zahlt die Krankenkasse auf Verordnung (§ 33 SGB V).
- Waschbare Bettschutzeinlagen sind technische Pflegehilfsmittel der Gruppe 51. Sie werden separat beantragt und mindern die 42 Euro nicht.
- Wie viel in die 42 Euro passt, hängt von den Preisen des Anbieters ab. Drei Beispielboxen zeigen typische Mengen für Pflegesituationen, bewusst ohne Preise. Meist sind vier bis fünf Packungen ausgeschöpft.
- Der Inhalt lässt sich jeden Monat ändern. Nicht genutzte Beträge verfallen am Monatsende und lassen sich nicht ansparen.
Ab Pflegegrad 1 trägt die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat.
Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)Angebot der Einfach zum Angebot GmbH, die diese Seite betreibt.
Inhalt dieser Seite11 Abschnitte
- Was ist in einer Pflegebox drin?
- Welche Produkte führt unsere Betreiberin in ihrem Katalog?
- Was gehört nicht in die Pflegebox?
- Wie stelle ich die Pflegebox richtig zusammen?
- Wie viel passt in 42 Euro? Drei Beispielboxen mit Mengen
- Einmalartikel oder wiederverwendbar: was ist sinnvoller?
- Wie lässt sich der Inhalt der Pflegebox ändern?
- Wie kommt man an die Pflegebox?
- Was gilt beim Monatsbetrag von 42 Euro?
- Häufige Fragen
- Weiterlesen
Was ist in einer Pflegebox drin?
In einer Pflegebox sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Welche Produkte das sind, legt das Pflegehilfsmittelverzeichnis fest, das der GKV-Spitzenverband nach § 78 Abs. 2 SGB XI führt. Dort stehen die Verbrauchsprodukte in der Produktgruppe 54 mit acht Produktarten.
Die Pflegekasse zahlt für diese Produkte bis zu 42 Euro im Monat. So steht es in § 40 Abs. 2 SGB XI, den wir am 09.10.2026 geprüft haben. Der Betrag gilt bundesweit, bei jeder Pflegekasse und in jedem Pflegegrad gleich.
Maßgeblich ist die Produktart, nicht die Marke. Ein Händedesinfektionsmittel einer Handelsmarke zählt genauso wie ein Markenprodukt, solange es der Produktart Desinfektionsmittel zugeordnet ist.
Der Begriff Pflegebox steht in keinem Gesetz. Er beschreibt eine monatliche Lieferung, mit der Anbieter den Anspruch auf Verbrauchsprodukte einlösen. Inhalt und Menge legt die versicherte Person fest, nicht die Pflegekasse.
| Produktart | Nummer | Wofür sie in der Pflege dient |
|---|---|---|
| Einmalhandschuhe | 54.99.01.1 | Schutz bei Körperpflege, Inkontinenzversorgung und Verbandwechsel |
| Fingerlinge | 54.99.01.0 | Schutz einzelner Finger, etwa beim Eincremen kleiner Stellen |
| Desinfektionsmittel | 54.99.02.0 | Hände- und Flächendesinfektion, flüssig, als Gel oder als Tücher |
| Saugende Bettschutzeinlagen, Einmalgebrauch | 54.45.01.0 | Schutz der Matratze bei Inkontinenz oder Wunden |
| Schutzschürzen | 54.99.01.3 | Schutz der Kleidung bei Pflege und Körperhygiene |
| Schutzservietten zum Einmalgebrauch | 54.99.01.4 | Schutz der Kleidung beim Essen und Anreichen |
| Medizinische Gesichtsmasken | 54.99.01.2 | Infektionsschutz bei engem Kontakt |
| Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP2) | 54.99.01.5 | Erhöhter Atemschutz, etwa bei Infekten im Haushalt |

Inhalt der Grafik als Text
In die Pflegebox gehören die acht Produktarten der Produktgruppe 54: Einmalhandschuhe (54.99.01.1), Fingerlinge (54.99.01.0), Desinfektionsmittel für Hände und Flächen (54.99.02.0), saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch (54.45.01.0), Schutzschürzen (54.99.01.3), Schutzservietten (54.99.01.4), medizinische Gesichtsmasken (54.99.01.2) und FFP2-Masken (54.99.01.5). Die Pflegekasse zahlt dafür bis zu 42 Euro im Monat.
Nicht in die Pflegebox gehören Cremes, Duschgel, Shampoo und Waschlotionen (Privatkauf), Inkontinenzvorlagen (Krankenkasse nach § 33 SGB V) und waschbare Bettschutzeinlagen (technisches Pflegehilfsmittel der Gruppe 51, eigener Antrag).
Welche Produkte führt unsere Betreiberin in ihrem Katalog?
Unsere Betreiberin, die Einfach zum Angebot GmbH, bietet selbst eine Pflegebox an. Ihr Katalog umfasst 23 Artikel. 22 davon ordnen wir einer Produktart der Gruppe 54 zu. Die Übersicht aller Artikel mit Hilfsmittelnummer steht unter Pflegebox-Produkte.
Desinfektion macht den größten Teil der Auswahl aus. 14 der 22 Artikel sind Desinfektionsmittel: Flüssigkeiten für Hände und Flächen, alkoholfreie Varianten, Gel, Sprühflaschen und Tücher. Alle gehören zur selben Produktart 54.99.02.0. Für die Abrechnung ist es also gleich, ob Tücher oder Flüssigkeit gewählt werden.
Einmalhandschuhe gibt es im Katalog in drei Materialien (Vinyl, Nitril, Latex) und vier Größen von S bis XL. Wer auf ein Material empfindlich reagiert, wählt ein anderes. Auch das zählt zur selben Produktart.
Ein Artikel gehört nicht zur Gruppe 54: die Waschlotion. Sie ist keiner Produktart des Verzeichnisses zugeordnet. Auf ihrer Produktseite steht deshalb, dass sie privat zu zahlen ist.
| Bereich | Artikel im Katalog | Produktart |
|---|---|---|
| Desinfektion | 14 Artikel, z. B. Oberflächendesinfektion, Flächendesinfektionstücher, Händedesinfektion Gel | 54.99.02.0 |
| Handschutz | Einmalhandschuhe (100 Stück), Fingerlinge (100 Stück) | 54.99.01.1 und 54.99.01.0 |
| Kleidungsschutz | Schutzschürzen (100 Stück), waschbare Schutzschürze, Lätzchen (100 Stück) | 54.99.01.3 und 54.99.01.4 |
| Atemschutz | Medizinischer Mundschutz (50 Stück), FFP2-Maske (Einzelstück) | 54.99.01.2 und 54.99.01.5 |
| Bettschutz | Bettschutz zum Einmalgebrauch (25 Stück) | 54.45.01.0 |
| Nicht Gruppe 54 | Waschlotion (500 ml) | keine, privat zu zahlen |
Was gehört nicht in die Pflegebox?
Nicht in die Pflegebox gehören Produkte, die keiner der acht Produktarten entsprechen. Dazu zählen Cremes, Hautpflege, Duschgel, Shampoo, Seife und Waschlotionen. Sie bleiben Privatkauf, auch wenn sie in der Pflege gebraucht werden. Auch Einmalwaschlappen sind keine eigene Produktart der Gruppe 54.
Inkontinenzvorlagen und -hosen sind Hilfsmittel der Krankenkasse nach § 33 SGB V. Sie werden ärztlich verordnet. Die Zuzahlung beträgt nach § 33 Abs. 8 SGB V 10 Prozent, höchstens 15 Euro für den gesamten Monatsbedarf. Die Inkontinenzhilfen stehen in der Produktgruppe 15 und mindern die 42 Euro nicht.
Waschbare Bettschutzeinlagen sind ein Sonderfall. Das Verzeichnis führt sie als technisches Pflegehilfsmittel unter der Nummer 51.40.01.4 in der Gruppe 51, nicht in der Gruppe 54. Sie werden separat beantragt, oft mehrere Stück auf einmal. Erwachsene zahlen nach § 40 Abs. 3 SGB XI 10 Prozent zu, höchstens 25 Euro je Hilfsmittel. Die 42 Euro bleiben davon unberührt.
Waschbare Schutzschürzen gehören dagegen zur Gruppe 54. Das Verzeichnis hat dafür eine eigene Abrechnungsposition unter 54.99.01.3. Sie laufen also über die 42 Euro.
| Produkt | Gehört in die Pflegebox? | Wie es stattdessen läuft |
|---|---|---|
| Creme, Hautpflege, Handcreme | nein | Privatkauf |
| Duschgel, Shampoo, Seife, Waschlotion | nein | Privatkauf |
| Inkontinenzvorlagen und -hosen | nein | Krankenkasse auf ärztliche Verordnung, § 33 SGB V |
| Bettschutzeinlage, waschbar | nein | eigener Antrag als technisches Pflegehilfsmittel, 51.40.01.4 |
| Schutzschürze, waschbar | ja | über die 42 Euro, 54.99.01.3 |
| Bettschutzeinlage zum Einmalgebrauch | ja | über die 42 Euro, 54.45.01.0 |
Wie stelle ich die Pflegebox richtig zusammen?
Die beste Zusammenstellung folgt dem tatsächlichen Verbrauch. Wer nach Gefühl bestellt, hat oft zu viele Handschuhe und zu wenig Flächendesinfektion. Handschuhe sind das sichtbare Produkt. Flächen werden in der Praxis aber häufiger desinfiziert als gedacht, etwa Nachttisch, Toilettenstuhl und Griffe.
Wir nennen das Vorgehen den 42-Euro-Bedarfsplan. Er hat fünf Schritte und kostet nur zwei Wochen Aufmerksamkeit. Ist ein ambulanter Pflegedienst im Haus, lohnt die Rückfrage dort. Der Dienst sieht den Verbrauch jeden Tag.
- Pflegesituation bestimmenWird im Bett gepflegt, gibt es Inkontinenz, wird beim Essen geholfen, kommen viele Besucher? Jede Situation braucht andere Produktarten.
- Zwei Wochen mitschreibenTäglich notieren, wie viele Handschuhe, Bettschutzeinlagen und wie viel Desinfektionsmittel tatsächlich verbraucht werden. Den Wert verdoppeln, dann ist der Monatsbedarf bekannt.
- Grundausstattung festlegenEinmalhandschuhe, Händedesinfektion und Flächendesinfektion braucht fast jede häusliche Pflege. Sie bilden den festen Kern.
- Auf 42 Euro abstimmenDie übrigen Produktarten nach Bedarf ergänzen, bis der Monatsbetrag erreicht ist. Was darüber liegt, ist privat zu zahlen.
- Monatlich nachjustierenNach der ersten Lieferung prüfen, was übrig bleibt oder fehlt, und die nächste Box anpassen.
Wie viel passt in 42 Euro? Drei Beispielboxen mit Mengen
Wie viel in die 42 Euro passt, hängt von den Preisen des Anbieters ab. Als Orientierung zeigen drei Beispielboxen, welche Packungen für typische Pflegesituationen zusammenpassen. Preise nennen wir bewusst nicht: Sie unterscheiden sich je Anbieter und ändern sich. Unsere Betreiberin, die Einfach zum Angebot GmbH, verkauft selbst Pflegeboxen; die Beispiele sind deshalb kein Preisvergleich.
Ob eine Box den Monatsbetrag ausschöpft, hängt vom Preis je Packung beim jeweiligen Anbieter ab. Ein Rest unter 42 Euro verfällt am Monatsende.
Im Regelfall reichen vier bis fünf Packungen aus, um den Monatsbetrag zu erreichen.
| Pflegesituation | Inhalt der Beispielbox |
|---|---|
| Pflege im Bett, Inkontinenz | 1 x Bettschutz (25 Stück), 1 x Einmalhandschuhe (100 Stück), 1 x Händedesinfektion (500 ml), 1 x Oberflächendesinfektion (500 ml), 1 x Händedesinfektionstücher (15 Stück) |
| Infektschutz, viele Kontakte | 1 x Einmalhandschuhe (100 Stück), 1 x Medizinischer Mundschutz (50 Stück), 5 x FFP2-Maske, 1 x Händedesinfektion (500 ml), 1 x Flächendesinfektionstücher (30 Stück), 1 x Händedesinfektion Gel (100 ml) |
| Hilfe beim Essen, Bettlägerigkeit | 1 x Lätzchen (100 Stück), 1 x Einmalhandschuhe (100 Stück), 1 x Bettschutz (25 Stück), 1 x Flächendesinfektion mit Sprühkopf (250 ml), 1 x Händedesinfektionstücher (15 Stück) |
Einmalartikel oder wiederverwendbar: was ist sinnvoller?
Wiederverwendbare Varianten belasten das Monatsbudget anders als Einmalartikel. Eine waschbare Schutzschürze kostet im Katalog unserer Betreiberin mehr als eine Packung mit 100 Einmalschürzen. Sie wird aber nicht jeden Monat neu gebraucht.
Bei der Schürze lohnt die waschbare Variante, wenn Schürzen täglich gebraucht werden und eine Waschmaschine verfügbar ist. In den Folgemonaten bleibt dann mehr vom Betrag für andere Produkte.
Beim Bettschutz ist die Lage anders. Die waschbare Bettschutzeinlage ist kein Teil der Pflegebox, sondern ein eigener Antrag. Wer beides braucht, beantragt die waschbaren Einlagen separat und nutzt die 42 Euro für Einmaleinlagen, etwa für Nächte oder unterwegs.
Wie lässt sich der Inhalt der Pflegebox ändern?
Der Inhalt lässt sich in der Regel jeden Monat ändern. Das Gesetz legt nur die Obergrenze von 42 Euro und die erstattungsfähigen Produktarten fest, nicht eine feste Zusammenstellung. Wie die Änderung technisch läuft, regelt der Anbieter, meist über ein Kundenkonto, per E-Mail oder Telefon.
Einen neuen Antrag bei der Pflegekasse braucht eine Änderung des Inhalts nicht. Die Kostenübernahme gilt für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch insgesamt, nicht für einzelne Produkte.
Steigt der Bedarf über 42 Euro, zahlt die Pflegekasse den Mehrbetrag nicht. Die Lieferung wird dann entweder angepasst oder der Rest privat bezahlt. Ein höherer Pflegegrad ändert daran nichts. Der Betrag ist bei Pflegegrad 1 und 5 gleich.
Wer nicht nur den Inhalt, sondern den Anbieter wechseln möchte, findet die Kriterien im Ratgeber Pflegebox-Anbieter vergleichen.
Wie kommt man an die Pflegebox?
An die Pflegebox kommt, wer einen Pflegegrad hat und zu Hause gepflegt wird. Ein ärztliches Rezept ist nicht nötig. Den Antrag auf Kostenübernahme reicht meist der Anbieter mit der Unterschrift der versicherten Person bei der Pflegekasse ein.
Die Pflegekasse entscheidet spätestens drei Wochen nach Antragseingang. Ohne Entscheidung und ohne begründete Mitteilung gilt der Antrag danach als genehmigt (§ 40 Abs. 7 SGB XI). Den Ablauf mit Formularen beschreibt der Ratgeber Pflegebox beantragen.
Der Inhalt ist bei allen Pflegekassen gleich, auch bei den AOKs. Die Kasse entscheidet über die Kostenübernahme, nicht über einzelne Produkte. Die Seiten der einzelnen Kassen finden Sie im Verzeichnis der Pflegekassen. Ob der Anspruch besteht, zeigt der Pflegebox-Check.
Was gilt beim Monatsbetrag von 42 Euro?
Die Grenze gilt je Kalendermonat und je pflegebedürftiger Person. Werden zwei Personen im Haushalt gepflegt und haben beide einen Pflegegrad, besteht der Anspruch zweimal. Jede Person erhält eine eigene Box.
Ansparen funktioniert nicht. Wer drei Monate nichts bestellt, hat danach nicht das Dreifache zur Verfügung, sondern wieder nur 42 Euro. Deshalb schlägt die regelmäßige kleine Bestellung die seltene große.
Statt über einen Anbieter lassen sich die Produkte auch selbst kaufen. Die Pflegekasse erstattet dann gegen Beleg bis zu 42 Euro im Monat (§ 40 Abs. 2 Satz 2 SGB XI). Eine Auszahlung zur freien Verwendung gibt es nicht.
Verbrauchsmaterial abrufen
Zusammenstellen dauert wenige Minuten. Bis zur gesetzlichen Obergrenze von 42 Euro monatlich trägt die Pflegekasse die Aufwendungen.
Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)Die Pflegekasse trägt die Aufwendungen bis 42 Euro im Monat. Über eine Bewilligung entscheidet ausschließlich Ihre Pflegekasse.
Häufige Fragen
Was beinhaltet das Pflegepaket für 42 Euro?
Das Pflegepaket enthält Produkte aus den acht Produktarten der Gruppe 54: Einmalhandschuhe, Fingerlinge, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, Schutzschürzen, Schutzservietten, medizinische Masken und FFP2-Masken. Die Zusammenstellung richtet sich nach dem Bedarf.
Wie kommt man an die Pflegebox?
Mit einem Pflegegrad und Pflege zu Hause. Ein Rezept ist nicht nötig. Der Antrag auf Kostenübernahme geht an die Pflegekasse, meist über den Anbieter. Die Kasse entscheidet innerhalb von drei Wochen.
Kann ich den Inhalt meiner Pflegebox jeden Monat ändern?
In der Regel ja. Das Gesetz legt nur die Obergrenze und die Produktarten fest. Wie die Änderung läuft, regelt der Anbieter. Ein neuer Antrag bei der Pflegekasse ist nicht nötig.
Ist der Inhalt der Pflegebox bei der AOK anders?
Nein. Die Produktarten und die 42 Euro gelten bei allen Pflegekassen gleich, auch bei den AOKs. Die Kasse entscheidet über die Kostenübernahme, nicht über einzelne Produkte.
Sind Cremes oder Duschgel in der Pflegebox enthalten?
Nein. Cremes, Duschgel, Shampoo und Waschlotionen gehören zu keiner Produktart der Gruppe 54. Die Pflegekasse zahlt sie nicht.
Gehören Inkontinenzvorlagen in die Pflegebox?
Nein. Inkontinenzvorlagen sind Hilfsmittel der Krankenkasse nach § 33 SGB V und werden ärztlich verordnet. Sie mindern die 42 Euro nicht.
Sind waschbare Bettschutzeinlagen Teil der Pflegebox?
Nein. Waschbare Bettschutzeinlagen sind technische Pflegehilfsmittel der Gruppe 51 (51.40.01.4). Sie werden separat beantragt. Erwachsene zahlen 10 Prozent zu, höchstens 25 Euro je Hilfsmittel.
Was passiert, wenn ich über 42 Euro komme?
Den Teil über 42 Euro zahlt die Pflegekasse nicht. Er ist privat zu zahlen, oder die Lieferung wird angepasst.
Wie viele Produkte passen in 42 Euro?
Meist vier bis fünf Packungen. Welche genau, hängt von Menge und Preis des Anbieters ab.
Kann ich nicht genutzte Beträge ansparen?
Nein. Der Betrag gilt je Kalendermonat. Was nicht genutzt wird, verfällt am Monatsende.
Bekommen zwei Pflegebedürftige im Haushalt zwei Pflegeboxen?
Ja. Der Anspruch gilt je pflegebedürftiger Person. Haben beide einen Pflegegrad, erhält jede Person bis zu 42 Euro im Monat.
Alles geklärt? Die Pflegebox lässt sich online zusammenstellen.
Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)Angebot der Einfach zum Angebot GmbH, die diese Seite betreibt.
Verbindliche Stelle
- § 40 Abs. 2 SGB XI
- § 78 SGB XI (Verträge über Pflegehilfsmittel, Pflegehilfsmittelverzeichnis)
- Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands
- § 33 SGB V (Hilfsmittel)
- Produktkatalog der Pflegebox unserer Betreiberin, Einfach zum Angebot GmbH (abgerufen 09.10.2026)
- Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), Gesetzentwurf Kabinett 30.09.2026
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Hinweis: Diese Seite ist redaktionell und nicht amtlich. Ob im Einzelfall ein Anspruch besteht, entscheidet die Pflegekasse. Angaben mit Stand 09/2026.
Fachlich verantwortlich
Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.
Wirtschaftliches Interesse: Die Einfach zum Angebot GmbH verdient an Pflegeboxen, die über den Shop zustande kommen. Rechtsangaben stammen deshalb ausschließlich aus dem Gesetzestext, Daten aus amtlichen Quellen. Unsere Redaktionsrichtlinien