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Pflegehilfsmittel bei der BARMER beantragen: Weg, Unterlagen, Kontakt

Wer die Pflegebox bei der BARMER beantragen will, sucht oft zuerst ein Formular. Die BARMER nennt auf ihrer Pflegehilfsmittel-Seite keines, sondern beschreibt einen anderen Weg. Diese Seite sortiert ihn in Reihenfolge und zeigt, welche Kontaktwege die BARMER anbietet, wenn es hakt.

  • Quellen geprüft:
  • Aktualisiert am
  • Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
  • 7 Min. Lesezeit

Transparenz: Unsere Betreiberin bietet selbst eine Pflegebox an. Was das für diese Seite bedeutet

  • 42 Euromonatliche Obergrenze
  • ab Grad 1Anspruch besteht
  • AntragThema
  • 54Hilfsmittelnummer

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein eigenes BARMER-Formular für Verbrauchsprodukte nennt die Kasse nicht: Zugelassene Vertragspartner halten die Antragsformulare bereit (barmer.de, abgerufen am 09.10.2026).
  • Der Anspruch besteht bei Pflegegrad 1 bis 5 und umfasst bis zu 42 Euro im Monat (§ 40 Abs. 2 SGB XI).
  • Wer selbst einkauft, bekommt die Kosten nach § 40 Abs. 2 Satz 2 SGB XI gegen Belege erstattet, ebenfalls bis zu 42 Euro im Monat.
  • Für Rückfragen nennt die BARMER Telefon 0202 568 333 1010, Live-Chat und Postfach in „Meine Barmer“ sowie Rückruf und Kontaktformular.

Ab Pflegegrad 1 trägt die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat.

Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)

Angebot der Einfach zum Angebot GmbH, die diese Seite betreibt.

Inhalt dieser Seite14 Abschnitte
  1. Der Weg in drei Schritten
  2. Was Sie für den Antrag parat haben sollten
  3. Empfehlung vom Gutachter oder der Pflegefachperson nutzen
  4. Selbst kaufen: ein Rechenbeispiel zur Erstattung
  5. Kontaktwege der BARMER für Rückfragen
  6. Diese Produkte zählen dazu
  7. Im Hilfsmittelverzeichnis nachschlagen
  8. Der Weg zum Antrag
  9. Der Betrag und seine Grenzen
  10. Fragen und Antworten
  11. Mehr zum Thema
  12. Weiter zur Kasse
  13. Weitere Themen bei der BARMER
  14. Antrag bei anderen Pflegekassen

Der Weg in drei Schritten

Aus der BARMER-Darstellung ergibt sich diese Reihenfolge. Sie ist keine Vorgabe der Kasse, sondern unsere Einordnung dessen, was auf barmer.de beschrieben ist.

  1. Lieferanten auswählenDie BARMER nennt Apotheken und Sanitätshäuser als Beispiele für zugelassene Vertragspartner und teilt die Kontaktdaten von Vertragspartnern in Ihrer Nähe auf Nachfrage mit. Wer Sie versorgt, entscheiden Sie selbst.
  2. Antrag über den Vertragspartner stellenDer Anbieter hält das Antragsformular bereit. Sie ergänzen Pflegegrad und Pflegesituation und unterschreiben. Ein Vertrag mit dem Anbieter kommt dabei zustande, lesen Sie ihn deshalb vor der Unterschrift.
  3. Genehmigung abwarten, Lieferung prüfenNach der Genehmigung rechnet der Anbieter auf Wunsch direkt mit der BARMER ab. Prüfen Sie bei der ersten Lieferung, ob nur Produkte der BARMER-Liste mit dem Betrag bis 42 Euro enthalten sind.

Was Sie für den Antrag parat haben sollten

Die Pflegekasse der BARMER kennt Ihren Pflegegrad bereits, wenn der Bescheid von ihr stammt. Für den Antrag auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch geht es deshalb um die Pflegesituation: Wer pflegt, und wo wird gepflegt? Eine ärztliche Verordnung nennt die BARMER-Seite für diese Produktgruppe nicht. Rechtliche Grundlage bleibt der Antrag nach § 40 SGB XI.

Die Pflegekasse kann nach § 40 Abs. 1 Satz 2 SGB XI in geeigneten Fällen prüfen lassen, ob die beantragten Pflegehilfsmittel notwendig sind, unter Beteiligung einer Pflegefachperson oder des Medizinischen Dienstes. Wie oft die BARMER das bei Verbrauchsprodukten tut, beschreibt sie auf ihrer Seite nicht.

  • Pflegegrad 1 bis 5 mit Bescheid der BARMER Pflegekasse.
  • Angabe, wer pflegt: Angehörige, Nachbarn oder andere private Pflegepersonen. Die Artikel sind laut BARMER nur für private Pflegepersonen vorgesehen.
  • Angabe des Pflegeorts: zu Hause oder in einer Wohnform mit häuslicher Pflege.
  • Ihre Unterschrift auf dem Antrag des gewählten Anbieters.

Empfehlung vom Gutachter oder der Pflegefachperson nutzen

Die BARMER schreibt, dass der Bedarf an Hilfsmitteln meist schon bei der Begutachtung geprüft und eine Empfehlung an die Pflegekasse gegeben wird. Das Gesetz hat dafür eine Regel, die für Anträge nützlich ist: Wird ein Pflegehilfsmittel von einer Pflegefachperson bei der Antragstellung empfohlen, wird unter den Voraussetzungen der Richtlinien die Notwendigkeit der Versorgung vermutet. Die Empfehlung darf bei der Antragstellung nicht älter als zwei Wochen sein (§ 40 Abs. 6 SGB XI). Ist die Empfehlung einer Pflegefachperson bei der Antragstellung dabei, muss die Pflegekasse nach drei Wochen entscheiden (§ 40 Abs. 7 Satz 2 SGB XI).

Die Regel gilt für Pflegehilfsmittel allgemein, in der Praxis ist sie vor allem bei technischen Hilfen wie Pflegebetten wichtig. Wer eine solche Empfehlung hat, legt sie dem Antrag bei.

Selbst kaufen: ein Rechenbeispiel zur Erstattung

Wer ohne Vertragspartner einkauft, bekommt die Kosten erstattet, nicht mehr als 42 Euro im Monat. Zur Veranschaulichung mit angenommenen Beträgen: Im Monat kaufen Sie Einmalhandschuhe für 11 Euro, Desinfektionsmittel für 17 Euro und Bettschutzeinlagen für 19 Euro. Zusammen sind das 47 Euro. Erstattet werden höchstens 42 Euro; 5 Euro tragen Sie selbst. Liegen die Käufe bei 31 Euro, erstattet die BARMER 31 Euro. Der Rest von 11 Euro verfällt, denn der Betrag ist eine Monatsobergrenze und kein Guthaben.

Heben Sie Kassenbons und Rechnungen mit Produktbezeichnung auf und reichen Sie sie bei der Pflegekasse ein. Welche Form die BARMER für die Einreichung vorschreibt, nennt die Pflegehilfsmittel-Seite nicht; fragen Sie vorab über die unten genannten Kontaktwege.

Rechenbeispiel mit angenommenen Beträgen; Höchstbetrag nach § 40 Abs. 2 SGB XI
FallEinkauf im MonatErstattungEigenanteil
Über dem Höchstbetrag47 Euro42 Euro5 Euro
Darunter31 Euro31 Euro0 Euro

Kontaktwege der BARMER für Rückfragen

Die BARMER bietet auf ihrer Website mehrere Kanäle an: Telefon 0202 568 333 1010, einen Live-Chat für Versicherte, die in „Meine Barmer“ registriert sind, Nachrichten über das Postfach in „Meine Barmer“, E-Mail über das Kontaktformular sowie einen Rückruf. In „Meine Barmer“ lässt sich nach Angabe der Kasse der Bearbeitungsstand eingereichter Hilfsmittelanträge verfolgen. Ob das auch für Pflegehilfsmittel-Anträge gilt, sagt die Seite nicht.

Zur Einordnung nennt die BARMER für Hilfsmittelanträge insgesamt, nicht nur für Pflegehilfsmittel, rund neun Millionen Anträge pro Jahr mit einer Genehmigungsquote von 98,2 Prozent (barmer.de, abgerufen 09.10.2026). Das ist eine Angabe der Kasse für eine andere Leistungsgruppe, kein Maßstab für Ihren Antrag. Wird einer abgelehnt, hilft der Ratgeber Pflegehilfsmittel-Antrag abgelehnt mit Widerspruch und Fristen.

Diese Produkte zählen dazu

  • Der Antrag heißt bei den meisten Kassen Antrag auf Kostenübernahme für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.
  • Er wird einmal gestellt und gilt fortlaufend, solange die Voraussetzungen bestehen.
  • Die Pflegekasse prüft, ob zu Hause gepflegt wird. Bei vollstationärer Pflege entfällt der Anspruch.
  • Die Entscheidung kommt schriftlich. Gegen eine Ablehnung ist der Widerspruch möglich, in der Regel innerhalb eines Monats nach Zugang.

Im Hilfsmittelverzeichnis nachschlagen

Der Weg zum Antrag

Wer den Antrag über einen Leistungserbringer stellt, unterschreibt die Kostenübernahme und gibt die Abwicklung ab. Der Anspruch selbst ändert sich dadurch nicht.

Beides ist möglich: der eigene Antrag bei der Kasse oder der Weg über uns, bei dem nur eine Unterschrift von Ihnen kommt.

Monatliche Lieferung einrichten

Auswahl treffen, Angaben ergänzen, unterschreiben. Die Abrechnung läuft danach direkt mit der Pflegekasse, bis zur Obergrenze von 42 Euro.

Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)

Die Pflegekasse trägt die Aufwendungen bis 42 Euro im Monat. Über eine Bewilligung entscheidet ausschließlich Ihre Pflegekasse.

Der Betrag und seine Grenzen

Der Anspruch entsteht monatlich neu und verfällt am Monatsende. Nicht genutzte Beträge lassen sich nicht ansparen und nicht ins nächste Jahr übertragen.

Wer die Frage nach der Auszahlung stellt, meint meist die Kostenerstattung. Die gibt es, das freie Verfügen über den Betrag nicht.

Stand 2026
Zusatzbeitrag3,29 %
Kassenartkeine Angabe in der Quelle
RechtsgrundlageElftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI)
Anspruch abPflegegrad 1
Monatliche Obergrenze42 Euro (§ 40 Abs. 2 SGB XI)

Fragen und Antworten

Was muss ich tun, um eine Pflegebox zu bekommen?

Bei der BARMER wählen Sie einen zugelassenen Vertragspartner, der das Antragsformular bereithält, und stellen darüber den Antrag. Alternativ kaufen Sie selbst ein und reichen die Belege zur Kostenerstattung ein. Voraussetzung ist ein Pflegegrad von 1 bis 5 und die Pflege im häuslichen Umfeld.

Kann man sich die 42 Euro für die Pflegebox auszahlen lassen?

Nur als Kostenerstattung gegen Belege für tatsächlich gekaufte Produkte (§ 40 Abs. 2 Satz 2 SGB XI), höchstens 42 Euro im Monat. Eine Pauschale ohne Nachweis sieht die BARMER-Seite nicht vor.

Wie hoch ist die Auszahlung für Pflegehilfsmittel bei der BARMER?

Bis zu 42 Euro im Monat für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel bei Pflegegrad 1 bis 5. Technische Pflegehilfsmittel laufen anders, meist als Leihe oder mit zehn Prozent Zuzahlung, höchstens 25 Euro.

Brauche ich für die Pflegebox eine ärztliche Verordnung?

Die BARMER nennt auf ihrer Pflegehilfsmittel-Seite für Verbrauchsprodukte keine Verordnung. Maßgeblich ist der Antrag über den Vertragspartner. Eine Empfehlung einer Pflegefachperson kann bei der Notwendigkeitsprüfung helfen (§ 40 Abs. 6 SGB XI).

Alles geklärt? Die Pflegebox lässt sich online zusammenstellen.

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Angebot der Einfach zum Angebot GmbH, die diese Seite betreibt.

Offizielle Quelle

  1. § 40 Abs. 2 SGB XI
  2. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands
  3. Internetseite der BARMER
  4. § 78 SGB XI (Verträge über Pflegehilfsmittel, Pflegehilfsmittelverzeichnis)
  5. Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), Gesetzentwurf Kabinett 30.09.2026
  6. BARMER: Pflegehilfsmittel (abgerufen 09.10.2026)
  7. BARMER: Hilfsmittel, Bearbeitungsstand und Genehmigungsquote (abgerufen 09.10.2026)

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Wenn die Pflegesituation sich ändert, ändert sich oft auch der Anspruch. Ein kurzer Abgleich einmal im Jahr lohnt sich.

Stand 09/2026. Diese Seite gehört zur Einfach zum Angebot GmbH und ist damit kein neutraler Vergleich. Die Rechtsangaben stammen unverändert aus dem Gesetzestext.

Fachlich verantwortlich

Julian Weber

Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.

Wirtschaftliches Interesse: Die Einfach zum Angebot GmbH verdient an Pflegeboxen, die über den Shop zustande kommen. Rechtsangaben stammen deshalb ausschließlich aus dem Gesetzestext, Daten aus amtlichen Quellen. Unsere Redaktionsrichtlinien