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Pflegehilfsmittel bei der hkk: Anlage 4, Erstattung und Mehrkosten

Eine „hkk-Pflegebox“ als Paket kennt die Kasse nicht. Das Wort Pflegebox kommt auf ihrer Pflegehilfsmittel-Seite nicht vor. Die hkk beschreibt Beispiele für Verbrauchsprodukte, zwei Wege zur Abrechnung und klare Regeln für Mehrkosten. Hier steht, was das für die Wahl eines Lieferwegs heißt.

  • Quellen geprüft:
  • Aktualisiert am
  • Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
  • 8 Min. Lesezeit

Transparenz: Unsere Betreiberin bietet selbst eine Pflegebox an. Was das für diese Seite bedeutet

  • 42 Euromonatliche Obergrenze
  • ab Grad 1Anspruch besteht
  • PflegeboxThema
  • 54Hilfsmittelnummer

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zahlt die hkk eine monatliche Pauschale von 42 Euro, bei Pflegegrad und Pflege zu Hause (hkk.de, abgerufen am 09.10.2026).
  • Als Beispiele nennt die hkk Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und saugfähige Bettschutzeinlagen; welche Produkte infrage kommen, regelt das Pflegehilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands.
  • Den Antrag stellt bei der Lieferung der Vertragspartner mit der Anlage 4; wer selbst kauft, reicht die Belege über ein Online-Formular ein.
  • Wählen Sie statt des aufzahlungsfreien Produkts ein teureres, tragen Sie die Mehrkosten. Fehler eines Anbieters dürfen laut hkk nicht auf Versicherte zurückfallen.

Ab Pflegegrad 1 trägt die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat.

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Inhalt dieser Seite14 Abschnitte
  1. Beispiele statt Liste: was die hkk zu Verbrauchsprodukten sagt
  2. Mehrkosten, Vertragspreise und Fehler des Anbieters
  3. Pflegehilfsmittel oder Hilfsmittel der Krankenkasse?
  4. Fristen, Widerspruch und Änderungen
  5. Lieferweg wählen: unser Hinweis
  6. Diese Produkte zählen dazu
  7. Im Hilfsmittelverzeichnis nachschlagen
  8. Der Weg zum Antrag
  9. Was die Pflegekasse zahlt
  10. Was oft gefragt wird
  11. Mehr zum Thema
  12. Weiter zur Kasse
  13. Weitere Themen bei der Handelskrankenkasse (hkk)
  14. Pflegebox bei anderen Pflegekassen

Beispiele statt Liste: was die hkk zu Verbrauchsprodukten sagt

Anders als manche andere Kasse zählt die hkk die Produkte nicht einzeln auf. Auf ihrer Seite stehen drei Beispiele, nämlich Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und saugfähige Bettschutzeinlagen. Sie werden „täglich gebraucht“ und sind nur einmal nutzbar. Für alles Weitere verweist die hkk auf das Pflegehilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands.

Für die Praxis heißt das: Ob ein Wunschartikel, etwa eine FFP2-Maske oder eine Schutzschürze, zur Versorgung passt, klären Sie mit dem Vertragspartner und im Verzeichnis, nicht über eine hkk-Liste. Einen Überblick über die gängigen Artikelarten geben unsere Produktseiten, zum Beispiel Einmalhandschuhe und Bettschutz. Anspruch hat, wer einen Pflegegrad hat und zu Hause betreut wird. Zieht die Person in ein Pflegeheim ein oder bezieht keine Leistungen der hkk Pflegekasse mehr, endet die Kostenübernahme.

Wege laut hkk.de, abgerufen 09.10.2026; die Wege können sich nach Art der Pflegehilfsmittel unterscheiden
WegWer stellt den AntragWas Sie tun
Vertragspartner mit Anlage 4der Vertragspartner, etwa eine ApothekeNichts weiter, laut hkk müssen Sie nicht tätig werden
KostenerstattungSie selbstProdukte kaufen und Belege über das Online-Formular der hkk einreichen
Antrag auf PflegehilfsmittelSie selbstper Post, per hkk Service-App (Nachrichten & Dokumente, Hilfsmittel) oder in der Geschäftsstelle

Mehrkosten, Vertragspreise und Fehler des Anbieters

Die hkk übernimmt „die jeweils vereinbarten Vertragspreise“. Dazu nennt sie die Pauschale von 42 Euro im Monat. Wollen Sie ein höherpreisiges Produkt, zahlen Sie laut hkk die Mehrkosten. Rechenbeispiel mit angenommenen Preisen: Kostet Ihr Wunschpaket 49 Euro und der Vertragspreis liegt bei 42 Euro, bleiben 7 Euro im Monat bei Ihnen, im Jahr 84 Euro.

Für Anbieter hat die hkk eine eigene Seite zu Abrechnungsrückfragen. Daraus lässt sich für Versicherte ablesen, worauf es ankommt: Der Anbieter soll vor der Abgabe grundsätzlich eine Genehmigung einholen, ein Anspruch auf nachträgliche Kostenübernahme besteht nicht. Die Genehmigung gilt nur für den Betrieb, dessen Institutionskennzeichen in der Kostenübernahmeerklärung steht, und er braucht eine Präqualifizierung. Versäumnisse des Leistungserbringers begründen laut hkk keinen Zahlungsanspruch gegenüber den Kundinnen und Kunden. Sie müssen also nicht für einen Abrechnungsfehler einstehen.

  1. Vertragspartner prüfenFragen Sie, ob der Anbieter Vertragspartner der hkk ist und welche Anlage er für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch verwendet.
  2. Zuzahlung klärenLassen Sie sich schriftlich bestätigen, was ohne Aufzahlung geliefert wird und was zusätzlich kostet.
  3. Genehmigung abwartenDie hkk erwartet von Anbietern, vor der Abgabe grundsätzlich eine Genehmigung einzuholen. Lassen Sie sich Genehmigung oder Bescheid zeigen, bevor Sie etwas zusätzlich bezahlen.

Pflegehilfsmittel oder Hilfsmittel der Krankenkasse?

Zwei Töpfe werden oft vermischt. Die Pflegehilfsmittel-Seite der hkk regelt, was die Pflegekasse trägt. Die Hilfsmittel-Seite beschreibt die Krankenversicherung, und die hat eigene Zuzahlungen: Ab 18 Jahren zahlen Sie zehn Prozent, mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Für Hilfsmittel zum Verbrauch, die Krankenversicherung trägt (die hkk nennt Inkontinenzartikel), sind es zehn Prozent je Packung, höchstens zehn Euro für den Monatsbedarf. Unter 18 Jahren entfällt die Zuzahlung, und die Belastungsgrenze liegt bei zwei Prozent des Familienbruttoeinkommens, bei chronisch Kranken bei einem Prozent.

Der Unterschied zur Pflegekasse: Bei Verbrauchsprodukten der Pflegekasse nennt die hkk keine Zuzahlung, sondern die Pauschale. Technische Pflegehilfsmittel stellt die Pflegekasse leihweise zur Verfügung; bei Neuanschaffung gelten zehn Prozent, höchstens 25 Euro (§ 40 Abs. 3 SGB XI). Ein Hausnotruf wird mit 25,50 Euro im Monat bezuschusst.

hkk.de: Pflegehilfsmittel und Hilfsmittel, abgerufen 09.10.2026
LeistungZuständigEigenanteil laut hkk
Verbrauchsprodukte (Handschuhe, Desinfektion, Bettschutz)PflegekasseMehrkosten über dem Vertragspreis
InkontinenzartikelKrankenkasse10 % je Packung, höchstens 10 € im Monat
Technische Pflegehilfsmittel (Pflegebett)PflegekasseLeihe; Kauf: 10 %, höchstens 25 €
HausnotrufPflegekasseZuschuss 25,50 € im Monat

Fristen, Widerspruch und Änderungen

Die hkk nennt eine Bearbeitungsfrist von drei Wochen, fünf Wochen, wenn die Pflegekasse eine Pflegefachperson oder den Medizinischen Dienst beteiligt. Das entspricht § 40 Abs. 7 SGB XI. Kommt innerhalb der Frist keine begründete Mitteilung, gilt die Leistung danach als genehmigt. Beispiel: Geht ein Antrag am 12.10.2026 ein, endet die Dreiwochenfrist am 02.11.2026, die Fünfwochenfrist am 16.11.2026.

Gegen einen Ablehnungsbescheid können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erheben, schriftlich oder zur Niederschrift bei der hkk Pflegekasse, 28185 Bremen, oder in einer Geschäftsstelle. Ändern sich Art oder Menge der Pflegehilfsmittel, reichen Sie erneut einen Antrag ein. Hilfe nach einer Ablehnung gibt der Ratgeber Pflegehilfsmittel-Antrag abgelehnt.

Lieferweg wählen: unser Hinweis

Die hkk schreibt Ihnen die Wahl von Anbieter und Weg zu. Eine Empfehlung für einen bestimmten Lieferanten gibt sie nicht.

Diese Produkte zählen dazu

  • Die Pflegebox ist kein eigenes Produkt der Kasse, sondern die praktische Form, in der der Anspruch nach § 40 Abs. 2 SGB XI eingelöst wird.
  • Zusammengestellt wird die Box aus Produktarten der Produktgruppe 54 des Hilfsmittelverzeichnisses.
  • Die Pflegekasse trägt die Aufwendungen bis zu 42 Euro im Monat. Was darüber hinausgeht, ist privat zu zahlen.
  • Die Zusammenstellung lässt sich in der Regel monatlich ändern, wenn sich der Bedarf ändert.

Im Hilfsmittelverzeichnis nachschlagen

Der Weg zum Antrag

Wer den Antrag über einen Leistungserbringer stellt, unterschreibt die Kostenübernahme und gibt die Abwicklung ab. Der Anspruch selbst ändert sich dadurch nicht.

Es gibt zwei Wege: selbst bei der Pflegekasse beantragen oder die Abwicklung abgeben. Beim zweiten Weg wählen Sie die Produkte, unterschreiben einmal und müssen sich um nichts weiter kümmern.

Monatliche Lieferung einrichten

Auswahl treffen, Angaben ergänzen, unterschreiben. Die Abrechnung läuft danach direkt mit der Pflegekasse, bis zur Obergrenze von 42 Euro.

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Die Pflegekasse trägt die Aufwendungen bis 42 Euro im Monat. Über eine Bewilligung entscheidet ausschließlich Ihre Pflegekasse.

Was die Pflegekasse zahlt

Ansparen funktioniert nicht: Die Obergrenze gilt je Kalendermonat und beginnt am Monatsersten wieder bei null.

Eine Auszahlung als Geld ist nicht vorgesehen. Das Gesetz spricht von Aufwendungen der Pflegekassen, nicht von einem Betrag für die Versicherten.

Eckdaten 2026
RechtsgrundlageElftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI)
Anspruch abPflegegrad 1
Zusatzbeitrag2,59 %
Kassenartkeine Angabe in der Quelle
VoraussetzungPflege in der eigenen Häuslichkeit

Was oft gefragt wird

Welche Pflegehilfsmittel übernimmt die hkk?

Die hkk nennt drei Arten: Verbrauchsprodukte wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und saugfähige Bettschutzeinlagen mit einer Pauschale von 42 Euro im Monat, technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten, meist als Leihe, und Hausnotrufsysteme mit 25,50 Euro im Monat. Voraussetzung sind ein Pflegegrad und Pflege zu Hause.

Gibt es eine hkk-Pflegebox?

Eine Kassen-Box nennt die hkk nicht, das Wort Pflegebox kommt auf ihrer Pflegehilfsmittel-Seite nicht vor. Sie beschreibt die Pauschale von 42 Euro für Verbrauchsprodukte, geliefert von einem Vertragspartner oder selbst gekauft mit Kostenerstattung.

Was gilt, wenn ich ein teureres Produkt möchte?

Wählen Sie statt des aufzahlungsfreien Pflegehilfsmittels ein höherpreisiges, tragen Sie laut hkk die Mehrkosten selbst.

Muss ich zahlen, wenn der Anbieter einen Fehler bei der Abrechnung macht?

Nein. Laut hkk begründen Versäumnisse des Leistungserbringers keinen Zahlungsanspruch gegenüber den Kundinnen und Kunden. Die Genehmigung gilt nur für den Betrieb, dessen Institutionskennzeichen in der Kostenübernahmeerklärung steht.

Wie hoch ist die Zuzahlung bei Inkontinenzartikeln der hkk?

Zehn Prozent je Packung, höchstens zehn Euro für den Monatsbedarf. Unter 18 Jahren entfällt sie. Zuzahlungen enden bei der Belastungsgrenze von zwei Prozent des Familienbruttoeinkommens, bei chronisch Kranken bei einem Prozent.

Wie lange hat die hkk für die Entscheidung über Pflegehilfsmittel?

Drei Wochen, fünf Wochen, wenn ein pflegerisches Gutachten nötig ist. Kommt keine begründete Mitteilung, gilt die Leistung nach Fristablauf als genehmigt (§ 40 Abs. 7 SGB XI). Widerspruch ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe möglich.

Alles geklärt? Die Pflegebox lässt sich online zusammenstellen.

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Angebot der Einfach zum Angebot GmbH, die diese Seite betreibt.

Verbindliche Stelle

  1. § 40 Abs. 2 SGB XI
  2. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands
  3. Internetseite der Handelskrankenkasse (hkk)
  4. § 78 SGB XI (Verträge über Pflegehilfsmittel, Pflegehilfsmittelverzeichnis)
  5. GKV-Spitzenverband: Pflegehilfsmittelverträge (zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel)
  6. Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), Gesetzentwurf Kabinett 30.09.2026
  7. hkk: Pflegehilfsmittel (abgerufen 09.10.2026)
  8. hkk: Hilfsmittel (abgerufen 09.10.2026)
  9. hkk: Abrechnungsrückfragen zu Hilfs- und Pflegehilfsmitteln (abgerufen 09.10.2026)
  10. BMG: Pflegehilfsmittel (abgerufen 09.10.2026)

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Vieles klingt komplizierter, als es ist. Zwischen Pflegegrad und Lieferung stehen genau zwei Schritte: Antrag und Zusage.

Stand 09/2026. Diese Seite gehört zur Einfach zum Angebot GmbH und ist damit kein neutraler Vergleich. Die Rechtsangaben stammen unverändert aus dem Gesetzestext.

Fachlich verantwortlich

Julian Weber

Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.

Wirtschaftliches Interesse: Die Einfach zum Angebot GmbH verdient an Pflegeboxen, die über den Shop zustande kommen. Rechtsangaben stammen deshalb ausschließlich aus dem Gesetzestext, Daten aus amtlichen Quellen. Unsere Redaktionsrichtlinien