Pflegesachleistung: Anspruch, Ablauf und Kombination mit Pflegegeld
Pflegesachleistung ist die Leistung der Pflegekasse für einen zugelassenen ambulanten Pflegedienst ab Pflegegrad 2. Der Dienst rechnet direkt mit der Kasse ab, nach § 36 SGB XI bis 796 Euro bei Pflegegrad 2 und bis 1.497, 1.859 oder 2.299 Euro bei Pflegegrad 3 bis 5.
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- Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
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Das Wichtigste in Kürze
- Pflegesachleistung bezahlt Einsätze eines Pflegedienstes für Körperpflege, Betreuung und Haushalt; die pflegebedürftige Person erhält kein Geld (§ 36 Abs. 1 SGB XI).
- Der Höchstbetrag je Kalendermonat liegt bei 796 Euro (Pflegegrad 2), 1.497 Euro (Pflegegrad 3), 1.859 Euro (Pflegegrad 4) und 2.299 Euro (Pflegegrad 5).
- Bei Pflegegrad 1 gibt es keine Pflegesachleistung; der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro lässt sich dort aber für einen Pflegedienst einsetzen, auch für Körperpflege (§ 45b SGB XI).
- Wird die Sachleistung nur teilweise genutzt, zahlt die Kasse anteiliges Pflegegeld; an die Aufteilung ist man sechs Monate gebunden (§ 38 SGB XI).
- Bis zu 40 Prozent des Sachleistungsbetrags lassen sich ohne vorherigen Antrag für anerkannte Alltagshilfen umwandeln (§ 45a Abs. 4 SGB XI).
Inhalt dieser Seite11 Abschnitte
- Was ist Pflegesachleistung?
- Wie hoch ist die Pflegesachleistung?
- Wer hat Anspruch auf Pflegesachleistung?
- Was unterscheidet Pflegesachleistung und Pflegegeld?
- Wie bekommt man Pflegesachleistung?
- Wie funktioniert die Kombinationsleistung?
- Was passiert mit nicht genutzter Pflegesachleistung?
- Was zahlt die Pflegesachleistung nicht?
- Welche Fehler kommen bei der Pflegesachleistung häufig vor?
- Häufige Fragen
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Was ist Pflegesachleistung?
Pflegesachleistung ist die Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst, die die Pflegekasse bezahlt. Das Gesetz nennt sie häusliche Pflegehilfe (§ 36 Abs. 1 SGB XI). Die pflegebedürftige Person erhält kein Geld, sondern die Leistung selbst. Das ist das Sachleistungsprinzip.
Die Sachleistung umfasst drei Bereiche. Erstens körperbezogene Pflegemaßnahmen wie Waschen, Anziehen, Essen und Mobilität. Zweitens pflegerische Betreuung, etwa Hilfe bei der Tagesstruktur, Orientierung und sozialen Kontakten (§ 36 Abs. 2 SGB XI). Drittens Hilfen bei der Haushaltsführung. Zur häuslichen Pflegehilfe gehört auch die pflegefachliche Anleitung von Angehörigen.
Erbringen dürfen die Leistung nur Anbieter mit Vertrag. Das sind zugelassene Pflegedienste mit Versorgungsvertrag nach § 72 SGB XI, Betreuungsdienste für Betreuung und Haushalt nach § 71 Abs. 1a SGB XI und Einzelpflegekräfte mit Vertrag nach § 77 SGB XI. Verwandte bis zum dritten Grad und Personen im selben Haushalt kann die Kasse nach § 77 Abs. 1 SGB XI nicht unter Vertrag nehmen. Pflegen sie, ist Pflegegeld die passende Leistung.
Wie hoch ist die Pflegesachleistung?
Die Pflegesachleistung beträgt je Kalendermonat bis zu 796 Euro bei Pflegegrad 2, 1.497 Euro bei Pflegegrad 3, 1.859 Euro bei Pflegegrad 4 und 2.299 Euro bei Pflegegrad 5. Die Beträge stehen in § 36 Abs. 3 SGB XI und gelten seit dem 1. Januar 2025 unverändert.
Die Beträge sind Obergrenzen, keine Auszahlungen. Die Pflegekasse übernimmt die Rechnungen des Pflegedienstes bis zu diesem Wert. Liegt die Rechnung darüber, zahlt die pflegebedürftige Person die Differenz selbst. Wie der Dienst abrechnet, was im Pflegevertrag stehen muss und wie sich ein Eigenanteil zusammensetzt, erklärt der Ratgeber zur Pflegesachleistung je Pflegegrad.
Bei Pflegegrad 1 besteht kein Anspruch auf Pflegesachleistung. Einzelne Ratgeber nennen dort 131 Euro Sachleistung. Gemeint ist der Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI. Er lässt sich bei Pflegegrad 1 für einen Pflegedienst einsetzen, auch für Körperpflege. Ab Pflegegrad 2 schließt § 45b Abs. 1 SGB XI Leistungen der Selbstversorgung davon aus.
| Pflegegrad 1 | keine Sachleistung, kein Pflegegeld; Entlastungsbetrag bis 131 Euro |
|---|---|
| Pflegegrad 2 | Sachleistung bis 796 Euro oder Pflegegeld 347 Euro |
| Pflegegrad 3 | Sachleistung bis 1.497 Euro oder Pflegegeld 599 Euro |
| Pflegegrad 4 | Sachleistung bis 1.859 Euro oder Pflegegeld 800 Euro |
| Pflegegrad 5 | Sachleistung bis 2.299 Euro oder Pflegegeld 990 Euro |
Wer hat Anspruch auf Pflegesachleistung?
Anspruch auf Pflegesachleistung hat, wer mindestens Pflegegrad 2 hat und zu Hause gepflegt wird. Dazu kommen ein Antrag bei der Pflegekasse und die Vorversicherungszeit von zwei Jahren in den letzten zehn Jahren (§ 33 SGB XI).
Zu Hause bedeutet nicht zwingend im eigenen Haushalt. § 36 Abs. 4 SGB XI lässt die Sachleistung auch im Haushalt von Angehörigen oder in einer Wohngemeinschaft zu. Ausgeschlossen ist sie in einer stationären Pflegeeinrichtung.
Mehrere Pflegebedürftige können die Sachleistung gemeinsam in Anspruch nehmen, etwa in einer Wohngemeinschaft (§ 36 Abs. 4 SGB XI). Der Pflegedienst versorgt dann mehrere Personen in einem Einsatz.
Was unterscheidet Pflegesachleistung und Pflegegeld?
Pflegesachleistung bezahlt einen Pflegedienst, Pflegegeld ist Geld für die Pflege durch Angehörige. Die Sachleistung ist in jedem Pflegegrad mehr als doppelt so hoch, fließt aber direkt an den Dienst. Über das Pflegegeld verfügt die pflegebedürftige Person frei.
Die Wahl hängt davon ab, wer die Pflege leistet. Pflegen Angehörige vollständig, passt Pflegegeld. Übernimmt ein Dienst die ganze Versorgung, passt die Sachleistung. Teilen sich Dienst und Familie die Arbeit, passt die Kombinationsleistung.
| Wer pflegt | Sachleistung: zugelassener Dienst · Pflegegeld: Angehörige oder Bekannte |
|---|---|
| Wohin fließt das Geld | Sachleistung: Abrechnung Dienst mit Kasse · Pflegegeld: Konto der pflegebedürftigen Person |
| Beispiel Pflegegrad 3 | Sachleistung bis 1.497 Euro · Pflegegeld 599 Euro |
| Beratungsbesuch | Sachleistung: freiwillig halbjährlich · Pflegegeld: Pflicht halbjährlich (§ 37 Abs. 3) |
| Auslandsaufenthalt | Sachleistung: nur wenn die Pflegekraft mitreist · Pflegegeld: bis acht Wochen je Jahr, in EU, EWR und Schweiz ohne Grenze (§ 34) |
| Ungenutzter Betrag | Sachleistung: anteiliges Pflegegeld oder Umwandlung · Pflegegeld: fester Betrag zur freien Verwendung |

Inhalt der Grafik als Text
Drei Wege der häuslichen Pflege bei Pflegegrad 4 je Kalendermonat. Erstens nur Pflegegeld: Angehörige pflegen, die pflegebedürftige Person erhält 800 Euro (§ 37 SGB XI). Zweitens Kombinationsleistung: Der Pflegedienst rechnet 1.115,40 Euro ab, das sind 60 Prozent der Sachleistung; dazu kommen 40 Prozent des Pflegegeldes, also 320 Euro (§ 38 SGB XI). Drittens nur Pflegesachleistung: Der Pflegedienst rechnet bis zu 1.859 Euro direkt mit der Pflegekasse ab (§ 36 SGB XI). Bei der Kombinationsleistung gilt eine Bindung von sechs Monaten.
Wie bekommt man Pflegesachleistung?
Pflegesachleistung beginnt mit einem Antrag bei der Pflegekasse und einem Vertrag mit einem zugelassenen Pflegedienst. Ein formloser Antrag genügt. Die Leistungen beginnen nach § 33 Abs. 1 SGB XI frühestens mit dem Antragsmonat.
Bei der Auswahl hilft die Leistungs- und Preisvergleichsliste. Die Pflegekasse muss sie nach § 7 Abs. 3 SGB XI auf Anforderung unverzüglich übermitteln. Sie enthält die zugelassenen Dienste im Einzugsgebiet mit ihren Leistungen und Vergütungen.
Der folgende Sachleistungs-Start in fünf Schritten führt vom Antrag bis zur Kontrolle der ersten Abrechnung.
- Antrag bei der Pflegekasse stellen und als Leistung Pflegesachleistung oder Kombinationsleistung angeben. Fehlt noch ein Pflegegrad, folgt die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst.
- Leistungs- und Preisvergleichsliste bei der Pflegekasse anfordern (§ 7 Abs. 3 SGB XI).
- Zwei oder drei Pflegedienste um ein Angebot mit voraussichtlichen Kosten bitten und mit dem Betrag des Pflegegrads vergleichen.
- Pflegevertrag mit dem gewählten Dienst schließen. Er nennt nach § 120 Abs. 3 SGB XI Art, Inhalt, Umfang und Vergütung der Leistungen.
- Monatliche Leistungsnachweise prüfen: Sie zeigen, was der Dienst mit der Kasse abgerechnet hat.
Wie funktioniert die Kombinationsleistung?
Die Kombinationsleistung verbindet Pflegesachleistung und Pflegegeld. Nutzt der Pflegedienst nur einen Teil des Sachleistungsbetrags, zahlt die Pflegekasse für den Rest anteiliges Pflegegeld. Das Pflegegeld sinkt um den genutzten Prozentsatz (§ 38 SGB XI).
Rechenbeispiel bei Pflegegrad 4: Der Sachleistungsbetrag liegt bei 1.859 Euro. Der Pflegedienst rechnet 1.115,40 Euro ab, das sind 60 Prozent. Vom Pflegegeld bleiben 40 Prozent von 800 Euro, also 320 Euro. Zusammen fließen 1.435,40 Euro in die Versorgung.
An die gewählte Aufteilung zwischen Geld und Sachleistung ist die pflegebedürftige Person sechs Monate gebunden (§ 38 Satz 3 SGB XI). Während einer Kurzzeit- oder Verhinderungspflege zahlt die Kasse die Hälfte des zuvor gezahlten anteiligen Pflegegeldes weiter, für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr.
| Sachleistungsbetrag | 1.859 Euro (§ 36 Abs. 3 SGB XI) |
|---|---|
| Abrechnung Pflegedienst | 1.115,40 Euro, entspricht 60 Prozent |
| Anteiliges Pflegegeld | 40 Prozent von 800 Euro = 320 Euro (§ 38 SGB XI) |
| Summe der Leistungen | 1.435,40 Euro |
| Bindung an die Aufteilung | sechs Monate |
Was passiert mit nicht genutzter Pflegesachleistung?
Nicht genutzte Pflegesachleistung wird nicht als Geld ausgezahlt und nicht in den Folgemonat übertragen. Sie lässt sich auf zwei Wegen nutzen: als anteiliges Pflegegeld nach § 38 SGB XI oder bis zu 40 Prozent als Umwandlung für anerkannte Alltagshilfen nach § 45a Abs. 4 SGB XI.
Die Umwandlung braucht keinen vorherigen Antrag. Die Pflegekasse erstattet gegen Belege die Kosten nach Landesrecht anerkannter Angebote zur Unterstützung im Alltag, etwa Alltagsbegleitung oder Haushaltshilfe. Bei Pflegegrad 4 sind das höchstens 743,60 Euro im Monat. Die Rechnung des Pflegedienstes wird vorrangig abgerechnet.
Die Umwandlung zählt im Rahmen der Kombinationsleistung wie eine genutzte Sachleistung und mindert das anteilige Pflegegeld. Unabhängig davon besteht der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro (§ 45a Abs. 4 letzter Satz SGB XI). Die Umwandlungsbeträge aller Pflegegrade stehen im Ratgeber zur Pflegesachleistung je Pflegegrad.
Was zahlt die Pflegesachleistung nicht?
Die Pflegesachleistung zahlt keine Behandlungspflege, keine Verbrauchsmaterialien und keine privat organisierte 24-Stunden-Betreuung. Für diese Bereiche gibt es eigene Leistungen oder andere Kostenträger.
- Behandlungspflege wie Medikamentengabe, Verbandswechsel oder Injektionen ist häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V. Sie wird ärztlich verordnet und von der Krankenkasse bezahlt.
- Einmalhandschuhe, Desinfektion und Bettschutzeinlagen sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Dafür trägt die Pflegekasse nach § 40 Abs. 2 SGB XI bis zu 42 Euro im Monat zusätzlich, ab Pflegegrad 1.
- Eine privat angestellte Betreuungskraft rund um die Uhr ist kein zugelassener Pflegedienst. Ihre Kosten lassen sich nicht über die Sachleistung abrechnen; das frei verfügbare Pflegegeld darf dafür verwendet werden.
- Tages- und Nachtpflege laufen über einen eigenen Betrag nach § 41 SGB XI und werden nach § 41 Abs. 3 nicht auf die Sachleistung angerechnet.
- Verhinderungs- und Kurzzeitpflege laufen über den Gemeinsamen Jahresbetrag nach § 42a SGB XI.
Welche Fehler kommen bei der Pflegesachleistung häufig vor?
Die häufigsten Fehler betreffen ungenutzte Beträge, falsche Erwartungen und fehlende Vergleiche. Die folgenden Punkte lassen sich mit Bescheid, Pflegevertrag und Leistungsnachweis prüfen.
- Restbetrag verfallen lassen: Ohne Kombinationsleistung oder Umwandlung bleibt der ungenutzte Teil der Sachleistung ungenutzt.
- Kombinationsleistung nicht beantragen: Wer den Dienst nur teilweise nutzt, hat Anspruch auf anteiliges Pflegegeld.
- Angebote nicht vergleichen: Preise je Leistungskomplex unterscheiden sich zwischen Diensten; die Preisvergleichsliste der Pflegekasse zeigt sie.
- Bei Pflegegrad 1 Sachleistung erwarten: Dort gibt es nur den Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro.
- Behandlungspflege über die Pflegekasse erwarten: Sie läuft über die Krankenkasse und belastet die Sachleistung nicht.
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Zum Pflegebox-CheckHäufige Fragen
Wie hoch ist die Pflegesachleistung?
Je Kalendermonat bis zu 796 Euro bei Pflegegrad 2, 1.497 Euro bei Pflegegrad 3, 1.859 Euro bei Pflegegrad 4 und 2.299 Euro bei Pflegegrad 5 (§ 36 Abs. 3 SGB XI). Bei Pflegegrad 1 gibt es keine Pflegesachleistung.
Wie kann ich Pflegesachleistungen umwandeln?
Bis zu 40 Prozent des Sachleistungsbetrags lassen sich für nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag nutzen (§ 45a Abs. 4 SGB XI). Ein vorheriger Antrag ist nicht nötig, die Kasse erstattet gegen Belege.
Wie viel Geld erhält man mit Pflegegrad 3?
Bei Pflegegrad 3 gibt es 599 Euro Pflegegeld oder Pflegesachleistung bis 1.497 Euro im Monat oder eine Kombination aus beidem. Daneben bestehen bis zu 131 Euro Entlastungsbetrag und bis zu 42 Euro für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.
Wie viel Geld bekommt man im Pflegegrad 5?
Bei Pflegegrad 5 gibt es 990 Euro Pflegegeld oder Pflegesachleistung bis 2.299 Euro im Monat oder eine Kombination aus beidem.
Was ist der Unterschied zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistung?
Pflegesachleistung bezahlt einen zugelassenen Pflegedienst, der direkt mit der Pflegekasse abrechnet. Pflegegeld erhält die pflegebedürftige Person, wenn Angehörige oder Bekannte pflegen.
Bekomme ich Sachleistung bei Pflegegrad 1?
Nein, Pflegesachleistung ist ab Pflegegrad 2 vorgesehen. Bei Pflegegrad 1 lässt sich der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro für einen Pflegedienst einsetzen, auch für Körperpflege.
Verliere ich Pflegegeld, wenn ich Sachleistung nutze?
Bei teilweiser Nutzung wird das Pflegegeld anteilig gezahlt. Das ist die Kombinationsleistung nach § 38 SGB XI. Die Aufteilung gilt für sechs Monate.
Verfällt nicht genutzte Pflegesachleistung?
Sie wird nicht ausgezahlt und nicht in den Folgemonat übertragen. Der ungenutzte Teil wird als anteiliges Pflegegeld gezahlt oder bis zu 40 Prozent für anerkannte Alltagshilfen erstattet.
Darf ein Angehöriger als Pflegekraft über die Sachleistung abrechnen?
Nein. Verträge mit Verwandten bis zum dritten Grad und mit Personen im selben Haushalt schließt § 77 Abs. 1 SGB XI aus. Pflegen Angehörige, ist Pflegegeld die passende Leistung.
Zahlt der Pflegedienst die Handschuhe?
Verbrauchsmaterial für die häusliche Pflege läuft über den Anspruch nach § 40 Abs. 2 SGB XI mit bis zu 42 Euro im Monat, nicht über die Sachleistung.
Verbindliche Stelle
- § 36 SGB XI (Pflegesachleistung)
- § 37 SGB XI (Pflegegeld)
- § 38 SGB XI (Kombinationsleistung)
- § 45a SGB XI (Angebote zur Unterstützung im Alltag)
- § 45b SGB XI (Entlastungsbetrag)
- § 33 SGB XI (Leistungsvoraussetzungen)
- § 34 SGB XI (Ruhen der Leistungsansprüche)
- § 41 SGB XI (Tagespflege und Nachtpflege)
- § 7 SGB XI (Aufklärung, Auskunft, Leistungs- und Preisvergleichsliste)
- § 40 Abs. 2 SGB XI
- § 120 SGB XI (Pflegevertrag bei häuslicher Pflege)
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- Entlastungsbetrag 2026: 131 Euro im Monat, Verwendung und Abrechnung
- Verhinderungspflege 2026: Anspruch, Betrag und Abrechnung
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 09/2026. Betreiber ist die Einfach zum Angebot GmbH, die selbst eine Pflegebox anbietet. Wir ersetzen keine Sozialrechtsberatung.
Fachlich verantwortlich
Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.
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