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SKD BKK Pflegekasse: Anträge, Pflegehilfsmittel und Kontakt

Die SKD BKK sitzt in Schweinfurt und führt eine eigene Pflegekasse. Auf ihrer Pflegeseite beschreibt sie, wie ein Hilfsmittelwunsch schon im Pflegegutachten zum Antrag werden kann. Hier steht, welche sieben Anträge es gibt, wie das funktioniert und wen Sie erreichen.

  • Quellen geprüft:
  • Aktualisiert am
  • Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
  • 8 Min. Lesezeit

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Steckbrief: SKD BKK

Anspruch
ab Pflegegrad 1, bis 42 Euro im Monat
Kassenart
Betriebskrankenkasse (BKK)
Wählbarkeit
regional geöffnet
Geöffnet in
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein
Zusatzbeitrag
2,98 %
Internetseite
skd-bkk.de

Das Wichtigste in Kürze

  • Die SKD BKK ist nach der Krankenkassenliste in elf Bundesländern geöffnet; der Zusatzbeitrag liegt bei 2,98 %.
  • Die Kasse bietet sieben Pflegeanträge als Download, vom Antrag auf Leistungen bis zur Wohnumfeldverbesserung (skd-bkk.de, abgerufen am 09.10.2026).
  • Empfiehlt der Gutachter des Medizinischen Dienstes im Pflegegutachten ein Hilfsmittel oder Pflegehilfsmittel und stimmen Sie zu, gilt das als Antrag (§ 18b Abs. 3 SGB XI); eine ärztliche Verordnung ist dann nicht nötig.
  • Service-Hotline: 09721 9449-0, montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 16 Uhr.

Ab Pflegegrad 1 trägt die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat.

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Inhalt dieser Seite13 Abschnitte
  1. Wo die SKD BKK sitzt und wer sie wählen kann
  2. Sieben Pflegeanträge der SKD BKK im Überblick
  3. Pflegehilfsmittel: die Empfehlung im Gutachten als Antrag
  4. Beratung, Pflegegrad 1 und Pflege-SOS Bayern
  5. Wer hat Anspruch?
  6. Was die Pflegekasse zahlt
  7. Die Kasse im Überblick
  8. Der Weg zum Antrag
  9. Was enthalten ist
  10. Anspruch in einer Minute prüfen
  11. Auch interessant
  12. Was oft gefragt wird
  13. Mehr zum Thema

Wo die SKD BKK sitzt und wer sie wählen kann

Die Kasse nennt als Anschrift SKD BKK, Schultesstraße 19 A, 97421 Schweinfurt, Telefon 09721 9449-0, Fax 09721 9449-333 und E-Mail service@skd-bkk.de. Die Service-Hotline ist montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr erreichbar, dazu gibt es Geschäftsstellen vor Ort und ein Kontaktformular.

Laut Krankenkassenliste (Stand 09.10.2026) steht die SKD BKK Versicherten in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen und Schleswig-Holstein offen. Der Zusatzbeitrag von 2,98 % gehört zur Krankenversicherung. Die Pflegeleistungen legt das SGB XI für alle Kassen gleich fest, siehe Pflegegrade und Leistungen.

Sieben Pflegeanträge der SKD BKK im Überblick

Am Ende ihrer Pflegeseite verlinkt die SKD BKK sieben Vordrucke. Wie der Pflegegrad danach festgestellt wird, beschreibt Pflegegrad beantragen.

Quelle: skd-bkk.de, Seite „Pflegekasse“ (abgerufen 09.10.2026)
Antrag der SKD BKKAnlass
Antrag auf Leistungen der PflegeversicherungErstantrag auf Pflegegrad und Leistungen
Antrag auf HöherstufungDer Pflegebedarf ist gestiegen
Antrag auf Umstellung der PflegeleistungenWechsel der Leistungsart
Antrag auf VerhinderungspflegeErsatzpflege bei Ausfall der Pflegeperson
Antrag auf Kurzzeitpflegezeitweise vollstationäre Pflege
Antrag auf Tages- oder Nachtpflegeteilstationäre Pflege
Antrag WohnumfeldverbesserungUmbau, Zuschuss bis 4.180 Euro je Maßnahme

Pflegehilfsmittel: die Empfehlung im Gutachten als Antrag

Die SKD BKK trennt technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten oder Notrufsysteme von Verbrauchsartikeln wie Einmalhandschuhen oder Betteinlagen. Für technische Hilfsmittel nennt sie einen Eigenanteil von 10 %, höchstens 25 Euro; er entfällt, wenn das Hilfsmittel leihweise überlassen wird. Verbrauchsprodukte übernimmt die Kasse bis 42 Euro im Monat.

Besonders ist ihr Hinweis „extra wenig Bürokratie“: Normalerweise ist ein Antrag nötig. Empfiehlt aber ein Gutachter des Medizinischen Dienstes ein Hilfs- oder Pflegehilfsmittel und stimmt die pflegebedürftige Person zu, gilt die Empfehlung als Antrag bei der Pflegekasse. Das Gesetz regelt das in § 18b Abs. 3 SGB XI. Die Empfehlung steht im Gutachten und geht automatisch an die Kasse, die die Versorgung organisiert. Fragen Sie deshalb beim Begutachtungstermin nach Hilfsmitteln und stimmen Sie, wenn gewünscht, ausdrücklich zu. Zur Vorbereitung: Begutachtung durch den Medizinischen Dienst und Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

Beratung, Pflegegrad 1 und Pflege-SOS Bayern

Die Pflegeberatung führt laut Kasse eine geschulte Fachkraft, auf Wunsch auch zu Hause, mit individuellem Versorgungsplan; Pflegestützpunkte und der BKK Pflegefinder ergänzen sie. Für Pflegegrad 1 nennt die Kasse Pflegeberatung, Pflegekurse für Angehörige, Pflegehilfsmittel, Wohnumfeldzuschüsse, Wohngruppenzuschlag und den Entlastungsbetrag von 131 Euro. Pflegegeld und Sachleistung gibt es dort noch nicht; mehr unter Entlastungsbetrag bei Pflegegrad 1.

Für Bayern verweist die Pflegeseite zusätzlich auf Pflege-SOS Bayern: Missstände in Pflegeheimen lassen sich unter der kostenfreien Rufnummer 09621 966 966 0 oder per E-Mail an pflege-sos@lfp.bayern.de melden, auf Wunsch anonym.

Wer hat Anspruch?

Rechtlich stützt sich alles auf § 40 Abs. 2 SGB XI. Verlangt werden ein Pflegegrad von mindestens 1 und die Versorgung in der eigenen Wohnung oder im Haushalt einer Pflegeperson. Die Person des Pflegenden ist dabei ohne Bedeutung.

Ein einmal bewilligter Anspruch muss nicht jeden Monat neu beantragt werden. Ändert sich die Pflegesituation, ist die Kasse zu informieren.

Was die Pflegekasse zahlt

Was in einem Monat nicht abgerufen wird, ist weg. Ein Übertrag in den Folgemonat ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Statt einer Auszahlung sieht das Gesetz Sachleistung vor, alternativ Kostenerstattung gegen Beleg. Beides deckelt sich bei derselben Obergrenze.

Eckdaten 2026
Monatliche Obergrenze42 Euro (§ 40 Abs. 2 SGB XI)
RechtsgrundlageElftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI)
VoraussetzungPflege in der eigenen Häuslichkeit
Geöffnet inBaden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein
Anspruch abPflegegrad 1

Die Kasse im Überblick

Mit 2,98 % liegt die Kasse nahe am durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz von 3,37 %. Der Zusatzbeitrag betrifft die Krankenversicherung und hat auf den Anspruch nach § 40 Abs. 2 SGB XI keinen Einfluss.

Geöffnet ist die SKD BKK nach der amtlichen Liste in: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel ist davon unabhängig und bundesweit gleich.

Die Kasse gehört zur Gruppe der Betriebskrankenkasse (BKK). Die Kassenart sagt etwas über die Trägerschaft, nicht über den Leistungsumfang bei Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch.

Der Weg zum Antrag

Es genügt ein Antrag auf Kostenübernahme für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Er wird einmal gestellt und enthält die Versichertendaten, den Namen der Pflegeperson, die Pflegeadresse und eine Unterschrift. Die Entscheidung kommt als Bescheid.

Wer den Papierweg nicht mag, gibt ihn ab. Vier Schritte, eine Unterschrift, danach läuft die monatliche Lieferung. Der Anspruch bleibt derselbe.

Box nach eigenem Bedarf

Die Auswahl lässt sich in der Regel monatlich anpassen. Was innerhalb der 42 Euro bleibt, kostet Sie nichts.

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Abgerechnet wird direkt mit der Pflegekasse, bis 42 Euro im Monat. Eine Zusage zur Bewilligung können wir nicht geben.

Was enthalten ist

Was in die monatliche Zusammenstellung darf, ergibt sich aus der Produktgruppe 54 des Hilfsmittelverzeichnisses. Dazu zählen: saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, Einmalhandschuhe, Fingerlinge, medizinische Gesichtsmasken, FFP2-Masken, Schutzschürzen, Schutzservietten und Desinfektionsmittel für Hände und Flächen.

Die Auswahl richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf und lässt sich in der Regel monatlich anpassen. Welche Produkte konkret zur Verfügung stehen, steht auf der Produktübersicht.

Anspruch in einer Minute prüfen

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Ihr Anspruch im Überblick

Nach der Auswahl des Pflegegrads steht hier, ob ein Anspruch besteht.

Diese Einschätzung folgt der gesetzlichen Regel und ersetzt keinen Bescheid. Entschieden wird ausschließlich von der Pflegekasse.

Auch interessant

Was oft gefragt wird

Wo befindet sich die SKD BKK Pflegekasse?

Die SKD BKK sitzt laut Kontaktseite in der Schultesstraße 19 A, 97421 Schweinfurt. Telefon 09721 9449-0, E-Mail service@skd-bkk.de.

Ist die Pflegekasse auch gleichzeitig die Krankenkasse?

Ja. Die SKD BKK Pflegekasse gehört zur SKD BKK; bei jeder Krankenkasse wird nach § 46 SGB XI eine Pflegekasse errichtet.

Wie stellt man einen Antrag bei der SKD BKK Pflegekasse?

Mit dem „Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung“, den die Kasse als Download bereitstellt; Auf ihrer Kontaktseite weist die Kasse zudem auf das digitale Einreichen von Anträgen und Dokumenten hin. Danach begutachtet der Medizinische Dienst.

Braucht man für Pflegehilfsmittel eine ärztliche Verordnung?

Nach Angabe der SKD BKK nicht, wenn ein Gutachter des Medizinischen Dienstes das Hilfsmittel empfiehlt und Sie zustimmen: Die Empfehlung gilt dann als Antrag (§ 18b Abs. 3 SGB XI).

Wie viel zahlt die SKD BKK für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Bis zu 42 Euro im Monat. Bei technischen Hilfsmitteln beträgt der Eigenanteil 10 %, höchstens 25 Euro, und entfällt bei leihweiser Überlassung.

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag der SKD BKK?

Nach der Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands 2,98 %. Er betrifft die Krankenversicherung und ändert nichts an den Pflegeleistungen.

Alles geklärt? Die Pflegebox lässt sich online zusammenstellen.

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Verbindliche Stelle

  1. § 40 Abs. 2 SGB XI
  2. Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands
  3. Internetseite der SKD BKK
  4. § 18b SGB XI (Inhalt und Übermittlung des Gutachtens)
  5. § 46 SGB XI (Pflegekassen)
  6. § 45a SGB XI (Angebote zur Unterstützung im Alltag)
  7. SKD BKK: Pflegekasse (abgerufen 09.10.2026)
  8. SKD BKK: Kontakt (abgerufen 09.10.2026)
  9. Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), Gesetzentwurf Kabinett 30.09.2026

So arbeiten wir mit Quellen

Mehr zum Thema

Im Zweifel gilt immer die schriftliche Auskunft der Pflegekasse. Alles andere ist Orientierung, auch diese Seite.

Hinweis: Diese Seite ist redaktionell und nicht amtlich. Ob im Einzelfall ein Anspruch besteht, entscheidet die Pflegekasse. Angaben mit Stand 09/2026.

Fachlich verantwortlich

Julian Weber

Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.

Wirtschaftliches Interesse: Die Einfach zum Angebot GmbH verdient an Pflegeboxen, die über den Shop zustande kommen. Rechtsangaben stammen deshalb ausschließlich aus dem Gesetzestext, Daten aus amtlichen Quellen. Unsere Redaktionsrichtlinien