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Medizinische Maske: was der Mundschutz in der Pflege leistet

Die medizinische Maske, auch OP-Maske oder Mund-Nasen-Schutz genannt, schützt vor allem das Gegenüber vor Tröpfchen. In der häuslichen Pflege gehört sie zu den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch, die die Pflegekasse bis 42 Euro im Monat bezahlt.

  • Quellen geprüft:
  • Aktualisiert am
  • Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
  • 6 Min. Lesezeit

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Produktdaten

Gebinde
50 Stück
Hilfsmittelnummer
54.99.01.2
Produktart
Medizinische Gesichtsmasken
Teil der 42 Euro
ja
Eigenanteil
0 Euro bis 42 Euro im Monat

Das Wichtigste in Kürze

  • Medizinische Gesichtsmasken sind Medizinprodukte und müssen nach dem BfArM der europäischen Norm EN 14683:2019-10 genügen. Erkennbar sind sie am CE-Kennzeichen.
  • Sie dienen vor allem dem Fremdschutz. Weil an den Rändern Luft vorbeiströmt, schützen sie die Trägerin oder den Träger weniger vor Aerosolen als eine FFP2-Maske.
  • Im Hilfsmittelverzeichnis sind sie die Produktart 54.99.01.2. Sie sollen die gesunde Person schützen, wenn von der anderen eine gesundheitliche Gefährdung ausgeht.
  • Mit Pflegegrad und Pflege zu Hause zahlt die Pflegekasse bis 42 Euro im Monat für alle Verbrauchsprodukte (§ 40 Abs. 2 SGB XI), ohne Rezept und ohne Zuzahlung.

Ab Pflegegrad 1 trägt die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat.

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Inhalt dieser Seite11 Abschnitte
  1. Was eine medizinische Maske ist
  2. Was medizinische Masken bringen
  3. Welche Maske wann in der häuslichen Pflege
  4. Richtig tragen und wechseln
  5. Medizinische Masken über die Pflegebox
  6. Wofür es in der häuslichen Pflege gebraucht wird
  7. Warum Sie dafür nichts zahlen
  8. Im Hilfsmittelverzeichnis
  9. Was oft gefragt wird
  10. Mehr zum Thema
  11. Weiterlesen

Was eine medizinische Maske ist

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beschreibt medizinische Gesichtsmasken als Einwegprodukte aus mehrlagigen Kunststoffen mit einem speziellen Filtervlies. Sie sind rechteckig mit Falten, haben Ohrschlaufen und einen Nasenbügel aus Draht oder Metall. Die Außenseite ist meist farbig, die Innenseite weiß.

Rechtlich sind sie Medizinprodukte. Unsterile Masken gehören nach dem BfArM üblicherweise zur Risikoklasse I und müssen der Norm EN 14683:2019-10 genügen. Erst nach einem Konformitätsbewertungsverfahren darf der Hersteller das CE-Kennzeichen anbringen. Das Hilfsmittelverzeichnis beschreibt sie ähnlich: Vlies oder Zellstoff, nachformbare Nasenspange, elastische Bänder.

Was medizinische Masken bringen

Medizinische Masken wurden vor allem für den Fremdschutz entwickelt. Sie halten Tröpfchen zurück, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Bei festem Sitz schützen sie auch die tragende Person, etwa vor direkt auftreffenden Tröpfchen und vor Erregern, die über kontaminierte Hände an Mund und Nase gelangen.

Ihre Grenze ist der Sitz. Laut BfArM strömt an den Rändern ein Teil der Atemluft vorbei, vor allem beim Einatmen. Gegen erregerhaltige Aerosole bieten sie deshalb weniger Schutz als partikelfiltrierende Halbmasken. Das Hilfsmittelverzeichnis formuliert es so: Die Maske schützt vor ausgeatmeten Tröpfchen und nur in geringem Maße vor Aerosolen.

Nach BfArM-Hinweisen zu Masken und Produktgruppe 54 des Hilfsmittelverzeichnisses, abgerufen am 09.10.2026
MerkmalMedizinische MaskeFFP2-Maske
Rechtlicher RahmenMedizinprodukt, EN 14683Schutzausrüstung, EN 149
HauptzweckFremdschutzEigenschutz, ohne Ventil auch Fremdschutz
SitzLuft strömt an den Rändern vorbeiliegt dicht an
Hilfsmittelnummer54.99.01.254.99.01.5

Welche Maske wann in der häuslichen Pflege

Das Hilfsmittelverzeichnis gibt eine klare Reihenfolge vor. Die medizinische Maske ist angezeigt, um die gesunde Person in der Pflegesituation zu schützen, wenn von der anderen Person eine gesundheitliche Gefährdung ausgeht. Eine FFP2-Maske ist angezeigt, wenn medizinische Masken keinen ausreichenden Schutz bieten.

Ein Beispiel: Die pflegende Tochter ist erkältet, ihr Vater ist gesund. Sie trägt bei der Pflege eine medizinische Maske, damit ihre Tröpfchen ihn nicht erreichen. Hat dagegen der Vater einen Atemwegsinfekt und braucht beim Waschen längere Nähe, ist für die Tochter eine FFP2-Maske die stärkere Wahl.

Richtig tragen und wechseln

Das BfArM gibt einfache Regeln, die auch zu Hause gelten. Medizinische Masken sind Einwegprodukte und sollten regelmäßig gewechselt und nach Gebrauch entsorgt werden.

  1. Hände reinigenVor dem Aufsetzen Hände waschen oder desinfizieren.
  2. Richtig aufsetzenFarbige Seite nach außen, Mund, Nase und Wangen bedecken, Nasenbügel andrücken, damit die Ränder möglichst eng anliegen.
  3. Bei Feuchtigkeit wechselnEine durchfeuchtete Maske sofort abnehmen und ersetzen.
  4. Nur an den Bändern anfassenBeim Abnehmen die Vorderseite nicht berühren.
  5. Entsorgen und Hände reinigenMaske in den Restmüll, danach die Hände gründlich waschen oder desinfizieren.

Medizinische Masken über die Pflegebox

Mit anerkanntem Pflegegrad und Pflege zu Hause zahlt die Pflegekasse medizinische Masken als Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Ein Rezept ist nicht nötig, eine Zuzahlung fällt nicht an (§ 40 Abs. 3 SGB XI). Die Kasse zahlt höchstens 42 Euro im Monat für alle Verbrauchsprodukte zusammen (§ 40 Abs. 2 SGB XI). Bleibt etwas übrig, verfällt es am Monatsende.

Ein Rechenbeispiel: Eine Packung enthält 50 Masken. Wer während einer zweiwöchigen Erkältung zweimal täglich eine frische Maske braucht, verbraucht 28 Stück; die Packung reicht noch für die nächste Erkältung. Wie Sie Masken, Handschuhe und Desinfektion kombinieren, zeigt Pflegebox sinnvoll zusammenstellen.

Wofür es in der häuslichen Pflege gebraucht wird

Beim Waschen, Umlagern und bei der Hilfe auf der Toilette kommt es zu direktem Kontakt. Schutzbekleidung ist deshalb kein Zubehör, sondern Grundausstattung einer häuslichen Pflege.

Die Untergruppe 54.99.01 des Hilfsmittelverzeichnisses fasst diese Produkte zusammen. Wer wissen will, ob ein Artikel dazugehört, findet die Antwort an dieser Nummer.

Warum Sie dafür nichts zahlen

Der Eigenanteil beträgt null, solange die Zusammenstellung im Rahmen bleibt. Das unterscheidet Verbrauchsmaterial von vielen anderen Leistungen, bei denen eine Zuzahlung anfällt.

Erfüllt sein müssen ein Pflegegrad ab Stufe 1 und die häusliche Pflege. Ob direkt abgerechnet oder gegen Beleg erstattet wird, ist eine Frage der Bequemlichkeit, nicht des Anspruchs.

Der Betrag ist eine Monatsobergrenze, kein Jahresbudget. Wer drei Monate nichts bestellt, hat danach nicht das Dreifache zur Verfügung.

Medizinischer Mundschutz in die Pflegebox aufnehmen

Zusammenstellen, einmal unterschreiben, monatlich geliefert bekommen. Bis 42 Euro trägt die Pflegekasse.

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Der gesetzliche Rahmen liegt bei 42 Euro im Monat. Über die Bewilligung entscheidet die Pflegekasse, nicht der Anbieter.

Im Hilfsmittelverzeichnis

Was oft gefragt wird

Was bringen medizinische Masken?

Sie schützen vor allem das Gegenüber vor Tröpfchen der tragenden Person. Bei festem Sitz schützen sie auch die Trägerin oder den Träger vor direkt auftreffenden Tröpfchen und vor Erregerübertragung über die Hände. Gegen Aerosole schützen sie laut BfArM weniger als FFP2-Masken.

Welche Arten von Masken gibt es?

Das BfArM unterscheidet Alltagsmasken ohne genormte Filterwirkung, medizinische Gesichtsmasken (Medizinprodukte nach EN 14683) und partikelfiltrierende Halbmasken FFP1 bis FFP3 (Schutzausrüstung nach EN 149). Über die Pflegebox gibt es medizinische Masken und FFP2-Masken.

Ist eine medizinische Maske dasselbe wie eine OP-Maske?

Ja. Medizinische Gesichtsmaske, OP-Maske und Mund-Nasen-Schutz bezeichnen dasselbe Produkt, ein Medizinprodukt nach EN 14683.

Zahlt die Pflegekasse medizinische Masken?

Ja, mit anerkanntem Pflegegrad und Pflege zu Hause. Sie sind die Produktart 54.99.01.2. Die Pflegekasse zahlt alle Verbrauchsprodukte zusammen bis 42 Euro im Monat, ohne Rezept und ohne Zuzahlung.

Wann ist eine FFP2-Maske besser als eine medizinische Maske?

Wenn die Pflegeperson sich selbst vor Aerosolen schützen muss, etwa bei längerer Nähe zu einer Person mit Atemwegsinfekt. Laut Hilfsmittelverzeichnis ist die FFP2-Maske angezeigt, wenn medizinische Masken keinen ausreichenden Schutz bieten.

Offizielle Quelle

  1. § 40 Abs. 2 SGB XI
  2. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands
  3. § 14 SGB XI (Begriff der Pflegebedürftigkeit)
  4. § 15 SGB XI (Pflegegrade)
  5. BfArM: Hinweise zur Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen, medizinischen Gesichtsmasken sowie partikelfiltrierenden Halbmasken (abgerufen 09.10.2026)
  6. GKV-Spitzenverband: Fortschreibung der Produktgruppe 54 „Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel“ vom 19.03.2025, PDF (abgerufen 09.10.2026)
  7. GKV-Spitzenverband, Hilfsmittelverzeichnis: Produktart 54.99.01.2 Medizinische Gesichtsmasken (abgerufen 09.10.2026)
  8. Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), Gesetzentwurf Kabinett 30.09.2026

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Die Angaben wurden redaktionell zusammengestellt (Stand 09/2026) und ersetzen keine verbindliche Auskunft der Pflegekasse. Eine Bewilligung wird nicht zugesagt.

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Julian Weber

Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.

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