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AOK Baden-Württemberg Pflegekasse: Antrag, Kontakt, Hilfsmittel

Bei der AOK Baden-Württemberg ist die Pflegekasse für alle Versicherten im Land zuständig. Diese Seite zeigt, wie der Pflegeantrag dort abläuft, wie Pflegehilfsmittel nach einer Begutachtung zu Ihnen kommen und welche Besonderheit Baden-Württemberg beim Entlastungsbetrag hat.

  • Quellen geprüft:
  • Aktualisiert am
  • Redaktion Pflegebox Fachwelt · Fachlich verantwortlich: Julian Weber
  • 10 Min. Lesezeit

Transparenz: Unsere Betreiberin bietet selbst eine Pflegebox an. Was das für diese Seite bedeutet

Steckbrief: AOK Baden-Württemberg

Anspruch
ab Pflegegrad 1, bis 42 Euro im Monat
Kassenart
Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK)
Wählbarkeit
regional geöffnet
Geöffnet in
Baden-Württemberg
Zusatzbeitrag
2,99 %
Internetseite
aok.de

Das Wichtigste in Kürze

  • Den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung reichen Sie in „Meine AOK“, per Post an AOK Baden-Württemberg, Posteingangsservice, 70147 Stuttgart, oder vor Ort ein; für das PDF gibt es eine Ausfüllhilfe (aok.de, abgerufen am 09.10.2026).
  • Die AOK-DirektBeratung ist unter 0711 76 16 19 23 rund um die Uhr erreichbar.
  • Empfiehlt der Medizinische Dienst ein Pflegehilfsmittel, schickt die AOK Baden-Württemberg automatisch ein Schreiben, mit dem Sie zu einem Leistungserbringer Ihrer Wahl gehen.
  • Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch beteiligt sich die Kasse mit bis zu 42 Euro im Monat (§ 40 Abs. 2 SGB XI).
  • Seit 12.12.2024 können in Baden-Württemberg ehrenamtliche Einzelhelfende über den Entlastungsbetrag von 131 Euro abgerechnet werden.

Ab Pflegegrad 1 trägt die Pflegekasse bis zu 42 Euro im Monat.

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Inhalt dieser Seite14 Abschnitte
  1. AOK und Pflegekasse: dieselbe Stelle?
  2. Pflegeantrag bei der AOK Baden-Württemberg
  3. Pflegehilfsmittel: drei Auslöser bei der AOK Baden-Württemberg
  4. Ehrenamtliche Einzelhelfende: Besonderheit in Baden-Württemberg
  5. Kontakt und Pflegeberatung
  6. Wann der Anspruch besteht
  7. Was die Pflegekasse zahlt
  8. Was über die Kasse bekannt ist
  9. Der Weg zum Antrag
  10. Diese Produkte zählen dazu
  11. Anspruch in einer Minute prüfen
  12. Auch interessant
  13. Häufige Fragen
  14. Mehr zum Thema

AOK und Pflegekasse: dieselbe Stelle?

Fast. Nach § 46 SGB XI wird bei jeder Krankenkasse eine Pflegekasse errichtet. Sie ist rechtlich eigenständig, arbeitet aber mit dem Personal der AOK Baden-Württemberg und unter derselben Anschrift. Die Kasse selbst spricht von der AOK Baden-Württemberg „und der bei ihr eingerichteten Pflegekasse“. Für Sie als Versicherte gibt es keinen getrennten Vertrag und keinen getrennten Beitrag an eine andere Stelle.

Die AOK Baden-Württemberg ist laut Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands in Baden-Württemberg wählbar; ihr Zusatzbeitrag liegt bei 2,99 %. Er betrifft die Krankenversicherung. Wie hoch Pflegegeld, Sachleistung oder Entlastungsbetrag sind, steht im SGB XI und gilt für alle Pflegekassen gleich: Pflegegrade und Leistungen.

Pflegeantrag bei der AOK Baden-Württemberg

Die AOK Baden-Württemberg nutzt den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung für den ersten Pflegegrad, für eine Höhergruppierung und für Änderungen, etwa von Pflegegeld zu Sachleistung. Im Onlineportal „Meine AOK“ sind weniger Abfragen nötig und Sie verfolgen den Antragsstatus live. Wer lieber auf Papier arbeitet, füllt das PDF am Computer aus, druckt es, unterschreibt und schickt es ab. Für das Formular stellt die Kasse eine eigene Ausfüllhilfe bereit. Angehörige brauchen eine Vollmacht; auch dafür gibt es ein Formular der AOK Baden-Württemberg.

Nach dem Eingang bestätigt die Kasse per Post und informiert über die nächsten Schritte. Über den Pflegegrad muss sie spätestens 25 Arbeitstage nach Antragseingang entscheiden (§ 18c SGB XI). Wie sich die Begutachtung vorbereiten lässt, steht unter Begutachtung durch den Medizinischen Dienst.

Einreichwege laut aok.de, abgerufen am 09.10.2026
WegSo geht es laut AOK Baden-Württemberg
Online„Meine AOK“ (bw.meine.aok.de), Status live verfolgen
PostAOK Baden-Württemberg, Posteingangsservice, 70147 Stuttgart
Vor OrtAbgabe im KundenCenter; 14 Bezirksdirektionen im Land
UploadAntrag im Kontaktformular hochladen

Pflegehilfsmittel: drei Auslöser bei der AOK Baden-Württemberg

Die Kasse beschreibt drei Situationen. Verordnet die Ärztin oder der Arzt ein Hilfs- oder Pflegehilfsmittel, gehen Sie mit der Verordnung direkt zu einem Leistungserbringer, etwa einem Sanitätshaus. Er berät und wickelt alles mit der Kasse ab. Stellt der Medizinische Dienst bei der Pflegebegutachtung fest, dass ein Pflegehilfsmittel hilft, geht die Empfehlung mit dem Gutachten an die AOK. Sie erhalten danach automatisch ein Schreiben, mit dem Sie zu einem Leistungserbringer Ihrer Wahl gehen, je nach Produkt auch zu einer Apotheke. Nach der Bewilligung meldet sich der Leistungserbringer bei Ihnen.

Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie Einmalhandschuhe suchen Sie sich einen Vertragspartner, zum Beispiel über die AOK-Hilfsmittelsuche. Er übermittelt den Antrag an die AOK, Sie müssen nichts weiter tun. Alternativ beantragen Sie formlos mit Name, Geburtsdatum, Versichertennummer sowie Art und Umfang. Die Kasse übernimmt bis zu 42 Euro im Monat. Den Ablauf für die monatliche Box beschreibt Pflegehilfsmittel bei der AOK Baden-Württemberg beantragen.

Technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebett oder Hausnotruf werden meist geliehen. Beim Kauf zahlen Erwachsene 10 Prozent zu, höchstens 25 Euro je Hilfsmittel (§ 40 Abs. 3 SGB XI). Braucht jemand ein Hilfsmittel nicht mehr, nennt die AOK Baden-Württemberg für die Rückgabe die Servicenummer 0711 76161925, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.

Ehrenamtliche Einzelhelfende: Besonderheit in Baden-Württemberg

Das Land hat seine Unterstützungsangebote-Verordnung geändert. Seit dem 12.12.2024 können ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ihre Unterstützung über den Entlastungsbetrag abrechnen (§ 45b SGB XI). Eine Qualifizierung ist nach Angabe der AOK Baden-Württemberg nicht nötig. Die Helfenden übernehmen keine Pflege, sondern begleiten zu Arzt oder Behörde, kaufen ein, helfen im Haushalt oder Garten, lesen vor oder gehen spazieren.

Abgerechnet wird mit dem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Abrechnungsdokument der Kasse und der Bestätigung für den Einsatz als Einzelhelfende. Der Entlastungsbetrag liegt bei bis zu 131 Euro im Monat, also bis zu 1.572 Euro im Jahr. Er kann auch für Tages-, Nacht- oder Kurzzeitpflege und für ambulante Dienste eingesetzt werden; die Summe teilt sich auf alle Verwendungen auf.

  • Mindestalter 16 Jahre
  • ehrenamtlich und für höchstens zwei Personen gleichzeitig
  • keine Verwandtschaft oder Verschwägerung bis zum 2. Grad
  • kein gemeinsamer Haushalt mit der pflegebedürftigen Person
  • nicht als Pflegeperson nach § 19 SGB XI gemeldet

Kontakt und Pflegeberatung

Die AOK-DirektBeratung beantwortet Fragen rund um die Uhr unter 0711 76 16 19 23, aus dem Ausland unter 0049 711 76161923. Die Pflegeberatung übernehmen bei der AOK Baden-Württemberg Pflegefallmanagerinnen und -manager. Sie helfen beim Vorbereiten und Einreichen der Formulare und bei der Suche nach einem Pflegedienst. Termine vereinbaren Sie online für ein KundenCenter oder als Video-Pflegeberatung. Für pflegende Angehörige bietet die Kasse Pflegekurse vor Ort und online an.

Wann der Anspruch besteht

Die Rechtsgrundlage ist § 40 Abs. 2 SGB XI. Danach genügen ein anerkannter Pflegegrad ab Stufe 1 und die Versorgung in der eigenen Häuslichkeit. Wer diese Versorgung übernimmt, lassen Gesetz und Pflegekasse offen.

Die Pflegekasse prüft, ob die Pflege in der eigenen Häuslichkeit stattfindet. Bei vollstationärer Pflege im Heim entfällt der Anspruch, weil die Einrichtung das Material stellt.

Was die Pflegekasse zahlt

Der Anspruch entsteht monatlich neu und verfällt am Monatsende. Nicht genutzte Beträge lassen sich nicht ansparen und nicht ins nächste Jahr übertragen.

Statt einer Auszahlung sieht das Gesetz Sachleistung vor, alternativ Kostenerstattung gegen Beleg. Beides deckelt sich bei derselben Obergrenze.

Eckdaten 2026
VoraussetzungPflege in der eigenen Häuslichkeit
Zusatzbeitrag2,99 %
Monatliche Obergrenze42 Euro (§ 40 Abs. 2 SGB XI)
Geöffnet inBaden-Württemberg
Anspruch abPflegegrad 1

Was über die Kasse bekannt ist

Der Zusatzbeitrag von 2,99 % liegt im Bereich des Durchschnitts von 3,37 %. Der Zusatzbeitrag betrifft die Krankenversicherung und hat auf den Anspruch nach § 40 Abs. 2 SGB XI keinen Einfluss.

Geöffnet ist die AOK Baden-Württemberg nach der amtlichen Liste in: Baden-Württemberg. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel ist davon unabhängig und bundesweit gleich.

Die Kasse gehört zur Gruppe der Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK). Die Kassenart sagt etwas über die Trägerschaft, nicht über den Leistungsumfang bei Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch.

Der Weg zum Antrag

Es genügt ein Antrag auf Kostenübernahme für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Er wird einmal gestellt und enthält die Versichertendaten, den Namen der Pflegeperson, die Pflegeadresse und eine Unterschrift. Die Entscheidung kommt als Bescheid.

Sie können den Antrag selbst stellen oder ihn uns überlassen. In beiden Fällen zahlen Sie nichts, weil die Pflegekasse trägt.

Ohne Papierkram zur Pflegebox

Sie wählen die Produkte und unterschreiben einmal. Die Abwicklung mit der Pflegekasse übernehmen wir, und es entstehen Ihnen keine Kosten bis 42 Euro im Monat.

Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)

Bis zur gesetzlichen Obergrenze von 42 Euro monatlich entstehen Ihnen keine Kosten. Die Entscheidung über den Antrag trifft allein die Pflegekasse.

Diese Produkte zählen dazu

Grundlage für die Zusammenstellung sind die Produktarten, die das Hilfsmittelverzeichnis unter 54 führt. Diese Seiten gehen für die AOK Baden-Württemberg ins Detail:

Anspruch in einer Minute prüfen

Pflegebox-Check · 3 Angaben

Anspruch nach § 40 Abs. 2 SGB XI

Bitte zuerst den Pflegegrad wählen; das Ergebnis erscheint hier.

Das Ergebnis ist eine Orientierung nach § 40 Abs. 2 SGB XI und keine Zusage. Verbindlich entscheidet die Pflegekasse.

Alle elf AOKs mit Zuständigkeit nach Bundesland, Servicenummern und dem Antragsweg stehen im AOK-Überblick.

Auch interessant

Häufige Fragen

Sind AOK und Pflegekasse das Gleiche?

Nicht ganz. Die Pflegekasse ist nach § 46 SGB XI bei der AOK Baden-Württemberg errichtet und rechtlich eigenständig, nutzt aber deren Personal und Anschrift. Wer bei der AOK Baden-Württemberg krankenversichert ist, ist dort automatisch pflegeversichert.

Kann ich meine AOK-Rechnung per E-Mail einreichen?

Eine E-Mail-Adresse für Rechnungen nennt die AOK Baden-Württemberg auf ihren Kontaktseiten nicht. Unterlagen reichen Sie über „Meine AOK“, per Upload im Kontaktformular, per Post an den Posteingangsservice in 70147 Stuttgart oder im KundenCenter ein.

Wohin schicke ich den Pflegeantrag bei der AOK Baden-Württemberg?

An AOK Baden-Württemberg, Posteingangsservice, 70147 Stuttgart. Alternativ übermitteln Sie ihn digital in „Meine AOK“, laden ihn im Kontaktformular hoch oder geben ihn im KundenCenter ab.

Wie bekomme ich ein Pflegehilfsmittel, das der Medizinische Dienst empfohlen hat?

Die Empfehlung geht mit dem Gutachten an die AOK Baden-Württemberg. Sie erhalten automatisch ein Schreiben und wenden sich damit an einen Leistungserbringer Ihrer Wahl, der alles Weitere übermittelt.

Können Nachbarn in Baden-Württemberg über den Entlastungsbetrag bezahlt werden?

Ja, als ehrenamtliche Einzelhelfende seit 12.12.2024, wenn sie mindestens 16 Jahre alt sind, nicht bis zum 2. Grad verwandt sind, nicht im selben Haushalt leben und nicht als Pflegeperson gemeldet sind. Abgerechnet wird mit dem Abrechnungsdokument der AOK, bis 131 Euro im Monat.

Wie erreiche ich die AOK Baden-Württemberg telefonisch?

Über die AOK-DirektBeratung unter 0711 76 16 19 23, rund um die Uhr. Für die Rückgabe nicht mehr benötigter Hilfsmittel nennt die Kasse 0711 76161925, montags bis freitags 8 bis 18 Uhr.

Alles geklärt? Die Pflegebox lässt sich online zusammenstellen.

Pflegebox zusammenstellen (Angebot unserer Betreiberin, öffnet neuen Tab)

Angebot der Einfach zum Angebot GmbH, die diese Seite betreibt.

Amtliche Quelle

  1. § 40 Abs. 2 SGB XI
  2. Krankenkassenliste des GKV-Spitzenverbands
  3. Internetseite der AOK Baden-Württemberg
  4. § 46 SGB XI (Pflegekassen)
  5. § 18c SGB XI (Entscheidung über den Antrag, Fristen)
  6. § 45b SGB XI (Entlastungsbetrag)
  7. § 7a SGB XI (Pflegeberatung)
  8. AOK Baden-Württemberg: Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung (Regionalinhalt, abgerufen 09.10.2026)
  9. AOK Baden-Württemberg: Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel beantragen (Regionalinhalt, abgerufen 09.10.2026)
  10. AOK Baden-Württemberg: Formulare Pflege (Regionalinhalt, abgerufen 09.10.2026)
  11. AOK Baden-Württemberg: Servicenummern (Regionalinhalt, abgerufen 09.10.2026)
  12. AOK Baden-Württemberg: Postanschrift und Bezirksdirektionen (Regionalinhalt, abgerufen 09.10.2026)
  13. AOK Baden-Württemberg: Ehrenamtliche Einzelhelfende in der Pflege (abgerufen 09.10.2026)
  14. AOK Baden-Württemberg: Broschüre Die AOK-Pflegeleistungen, Stand Januar 2026 (abgerufen 09.10.2026)
  15. Bundesministerium für Gesundheit: Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG), Gesetzentwurf Kabinett 30.09.2026

So arbeiten wir mit Quellen

Mehr zum Thema

Im Zweifel gilt immer die schriftliche Auskunft der Pflegekasse. Alles andere ist Orientierung, auch diese Seite.

Die Angaben wurden redaktionell zusammengestellt (Stand 09/2026) und ersetzen keine verbindliche Auskunft der Pflegekasse. Eine Bewilligung wird nicht zugesagt.

Fachlich verantwortlich

Julian Weber

Julian Weber, Geschäftsführer der Einfach zum Angebot GmbH. Das Unternehmen vermittelt Pflegeboxen und betreibt den verlinkten Shop; daraus kennt er Antrag, Abrechnung mit den Pflegekassen und die Produktauswahl aus der Praxis.

Wirtschaftliches Interesse: Die Einfach zum Angebot GmbH verdient an Pflegeboxen, die über den Shop zustande kommen. Rechtsangaben stammen deshalb ausschließlich aus dem Gesetzestext, Daten aus amtlichen Quellen. Unsere Redaktionsrichtlinien